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Real Nature Sensitiv Naturstreu aus Maniok im Test

Unser letzter Katzentreutest war ein Reinfall. Dementsprechend musste ich mich auf die Suche nach neuer, besserer Streu machen. Vor knapp drei Monaten wurde ich fündig. Ich wollte bewusst erst wieder länger testen, bevor ich euch berichte. Aber wir alle – Katzen und Menschen – sind immer noch so begeistert, dass wir die Streu seither in allen Klos nutzen und immer noch restlos zufrieden sind. Oki, zwei Nachteile gibts und einen Punkt, bei dem ich echt mit mir hadere… aber dazu unten mehr. Viel Spaß beim Lesen!

Pflanzliche Streu im nachhaltigen – und bequem zu tragenden – Papiersack

Die Real Nature Sensitive Naturstreu wird für die MultiFit Tiernahrungs GmbH hergestellt. Sie besteht aus Maniok und Mais – laut Werbeaufdruck zu 99,9 % (und die restlichen 0,1% ?). Derzeit kosten 6kg Streu 14,99 €: ein Schnäppchen ist sie jedenfalls nicht. Sie kommt in einem Papiersack daher und ist in Shops der Fressnapf-Ketten erhältlich.

Apropos erhältlich: Phasenweise gibt es Lieferengpässe bei dieser Streu. Bei einer Nachfrage erklärte mir ein Fressnapf-Mitarbeiter, dass das wohl daran läge, dass der Rohstoff manchmal nicht so schnell nachgeliefert werden kann wie die Streu ausverkauft wird. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen – für mich hört sich das aber nachvollziehbar an. Wenn in unser nächstgelegenen Fressnapf-Filiale wieder alles ausverkauft ist, nutze ich die Click & Collect-Funktion auf der Fressnapf-Seite: dort wird angezeigt, wie viele Säcke noch in den umliegenden Filialen erhältlich sind. Den ein oder anderen Streueinkauf hat das schon gerettet 😉

Da die Streu recht leicht und der Griff des Papiersacks recht breit ist, lässt sich die Streu gut und ohne eingeschnittene Finger transportieren. Beides bekommt von mir jeweils einen Pluspunkt, denn „nachhaltig“ find ich gut und meine Finger mag ich gerne heile 😉 Wunderbar finde ich auch, dass die Säcke sich gut stapeln lassen und damit schön praktisch im Vorratsschank ihren Platz finden. Der leere Sack kommt dann einfach in die Altpapier-Tonne.

Maniok als Katzenstreu – für mich ein zweischneidiges Schwert

Maniok – auch Cassava oder Yuca genannt – ist eine Pflanze, von der hauptsächlich der Wurzelknollen genutzt wird. Und das vor allem als Grundnahrungsmittel und auch Tierfutter: aus ihr wird zum Beispiel auch Tapiokastärke gewonnen. Doch auch bei Herstellung von Biokraftstoff und Bio-Kunststoffersatz spielt Maniok als Rohstoff eine Rolle.

Was die Nachhaltigkeit als Rohstoff für Katzenstreu anbelangt, ist Maniok meiner Meinung nach zwiespältig zu betrachten: Einerseits ist Maniok eine sehr widerstandsfähige Pflanze, die auch auf nährstoffarmen Böden schnell wächst, wenig Dünger und Wasser braucht. Andererseits wird sie vor allem in den Tropen und Subtropen angebaut und nur zu sehr geringen Anteilen in Europa – dementsprechend muss der Rohstoff für diese Katzenstreu wohl größtenteils durch die halbe Welt gekarrt werden, um bei uns als Katzenkloeinlage zu dienen.

Staub- und duftfreie, feine Streu sammelt bei mir viele Pluspunkte

Das Bild zeigt den Vergleich zwischen einer 5-Cent-Münze und dem Real Nature Sensitive Katzenstreu
Die einzelnen Körnchen haben unterschiedliche Größen, sind aber alle fein und abgerundet

Mit einer Körnchengröße von etwa 1,5 – 4mm würde ich die Real Nature Sensitive Maniok-Streu als fein bis mittelfein bezeichnen. Dabei sind die Körnchen schön rund und haben keine pieksigen Ecken. Für empfindliche Katzenpfötchen ist beides wichtig: rund und fein. Dafür gibts von mir gleich noch einen Pluspunkt. Damit ist sie übrigens eine von nur zweien mir bekannten Maniokstreus auf dem Markt, die eben nicht aus pieksigen Pellets besteht. Für mich der ausschlaggebende Punkt, eben genau diese Streu und nicht eine der anderen – vielleicht leichter erhältlichen – Pelletstreus zu kaufen. Ich möchte nicht, dass meine Damen es auf dem Klo unbequem haben.

Die Real Nature Maniokstreu kommt gänzlich ohne Duftzusätze aus. Auch das für mich ein riesiger Pluspunkt! Sie selbst riecht gar nicht und auch nach (längerer) Benutzung müffelt bei uns nichts.

Das Foto zeigt einen schwarzen Pappstreifen, der mehrmals durch die Real Nature Sensitive Katzenstreu gezogen wurde: es ist kein Staub auf dem Pappstreifen zu sehen
Der Staubtest mit der schwarzen Pappe zeigt: auch bei mehrmaligem Durchfahren hinterlässt die Streu keinen Staub

Ein weiterer, für mich unschlagbarer Vorteil dieser Streu ist, dass sie nicht staubt. Wirklich kein bisschen. Mit Hinblick auf Janis phasenweise Atemprobleme und so viele Asthmakatzen in meinem Beratungskreis kann ich da nicht anders als nochmal einen dicken, dicken Pluspunkt zu vergeben!

Skulpturen pinkeln dank fester, kompakter Klumpen

Da unser großes Wohnzimmerklo (eine SAMLA-Box in 80 x 60 cm, dafür werden 3 Streusäcke benötigt) transparent ist, kann ich manchmal ganz gut sehen, wie schnell der Urin von der Streu aufgesaugt wird. Bei einer Einfüllhöhe von ca. 10cm schafft es die Pipi nicht bis zum Kloboden, bis sie verklumpt. Dabei sind die Klumpen sehr fest, kompakt und bröseln nicht. Sie sind sogar so fest, dass sie sich leicht lösen lassen, falls doch einmal etwas bis zum Boden sickert. Und auch so fest, dass kleine Ecken daran dünne Mülltüten durchstechen – fragt nicht, woher ich das weiß 😀

Und ja, die vollgesogenen Klumpen haben teilweise Ecken, denn die Streu saugt so schnell auf, dass sich regelrechte Skulpturen bilden. Man kann also auch noch abstrakte Kunst entdecken, wenn man wieder nach Katzengold gräbt 😀

Das Foto zeigt einen Streuklumpen der Real Nature Sensitiv Maniok Katzenstreu
Die Real Nature Sensitive Streu bildet feste, kompakte Klumpen, die nicht bröseln – höchstens zerbrechen

Ein Nachteil feiner, leichter Streu – also auch dieser hier – ist, dass sie rund ums Klo und auch weiter darüber hinaus, streut. Vor allem, wenn meine Langhaardamen aus dem Klo springen, rieselt es hörbar. Für uns bedeutet das Streu auf Läufern, im Bett und mindestens einmal am Tag fegen. Das ist definitiv ein Nachteil, aber eben einer, mit dem ich leben kann, weil ich feine Streu für extrem wichtig halte.

Was die Umgewöhnung angeht, haben meine Damen alles allein gemacht. Ich habe nur die Füllung eines unserer Klos ersetzt und schon haben die Damen es genutzt. Und zwar ohne Vorbehalte oder Anzeichen für Unwohlsein. Und das ist auch heute – knapp drei Monate nach Einführung bei uns – noch so. Sie buddeln gut, verscharren wie immer und betreten die Streu ohne Probleme.

Real Nature Sensitive Maniok Katzenstreu: Fazit für mich

Die Real Nature Sensitive Maniok Streu vereint alles, was ich mir von einer guten Katzenstreu wünsche: fein, duftfrei, staubfrei, gute Klumpeigenschaften, ohne Mief nach Benutzung. Die einzigen Nachteile sind das Streuen rund ums Klo und dass die Streu oft ausverkauft ist. Ich kaufe die Streu gerne und kann sie nur wärmstens empfehlen – allerdings mit dem leisen Bauchgrummeln, dass der Rohstoff für diese Streu vermutlich von weit her herantransportiert werden muss. So ist der Punkt „Umweltbewusstsein“ trotz nachwachsendem Rohstoff und Papiertüte hier ein zweischneidiges Schwert.

Das Foto zeigt einen Einkaufswagen voll mit dem Real Nature Sensitive Katzenstreu
Unser letzter Streueinkauf musste ein großes Klo füllen und noch Vorrat für zukünftige Lieferengpässe hergeben: dafür habe ich den stolzen Preis von knapp 90 € an der Kasse gelassen

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