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Umzug mit drei Katzen – so liefs diesmal bei uns

Umzüge bedeuten immer viel Stress und Organisation. Ziehst du mit Haustieren um, die aus ihrer gewohnten Umgebung Sicherheit schöpfen – also Katzen – dann brauchts noch einmal ordentlich mehr Vorbereitung. Aber trotz aller guten Organisation läuft garantiert nicht alles wie erwartet 😉 So wars natürlich auch bei unserem Umzug vor wenigen Monaten. Ich möchte ein wenig erzählen, welche Vorkehrungen wir getroffen haben, wies gelaufen ist und wo uns doch noch kleine Überraschungen überrumpelt haben.

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Noch vor der Unterschrift des Mietvertrags alle wichtigen Katzenpunkte klären

Nicht ohne meine Katzen!“ ist meine oberste Devise, wenn es um die Wohnungssuche geht. Das bedeutet auch, ein – oder mehrere – Gespräch(e) darüber zu führen, ob in der jeweiligen Wohnung Katzen erlaubt sind. Denn ja, im Einzelfall kann die Katzenhaltung in der Wohnung mit guter Begründung immer noch verboten werden. Zumal Katzen keinesfalls zu den Kleintieren gezählt werden! Der zweite wichtige Punkt in dem Zusammenhang ist die Erlaubnis zur Sicherung des Balkons. Auch sie kann verboten werden.

Und wenn es auf diese beiden Fragen kein „Ist in dieser Wohnung erlaubt“ gibt, ziehe ich dort nicht ein. Das ist für mich nicht verhandelbar! Glücklicherweise konnten wir uns mit der Vermieterfamilie unserer neuen Wohnung unkompliziert und einfach einigen. Sowohl die Katzenhaltung als auch die Balkonsicherung sind schriftlich im Mietvertrag festgehalten – etwas, das ich übrigens allen dringend empfehlen würde!

Kistenpacken als erste Herausforderung

Beim Kistenpacken nochmal rumblödeln musste sein 😉

Schon Wochen vor dem eigentlichen Umzug haben wir bewusst angefangen, die ersten Kisten zu packen. Und das vor allem, damit sich Fiona daran gewöhnt. Dass unsere beiden älteren Katzendamen damit kein Problem – eher im Gegenteil 😉 – haben würden, war uns schon vorher klar. Aber Fiona ist in vielen neuen Situationen nicht die Mutigste: Sie braucht ein wenig länger, um sich zu gewöhnen und ist schneller mal verunsichert. So wollten wir ihr keinen großen Umbruch auf einen Schlag zumuten, sondern lieber viele Mini-Veränderungen nach und nach. Mit viel Mut-machen, Trösten und Bestärken zwischendurch.

Nach ein paar Tagen und dank dem neugierigen Vorbild der anderen beiden Mädels wars für Fiona dann auch kein Problem mehr: Nase und Pfoten in alle Kisten stecken, reinkrabbeln und im Weg rumlaufen. Also alles so, wie es sein soll 😉

Viele Vorbereitungen noch vor dem Einzug

Ich habe die Jalousienbänder mit einfachen Klebehaken befestigt und damit abgesichert: so kann sich keine Katze strangulieren oder ihre Pfote gefährlich einwickeln

Wie auch schon beim letzten Umzug habe ich verschiedene Vorbereitungen getroffen, damit sich die drei Damen in der neuen Wohnung schnell einleben. Während wir renoviert haben, habe ich parallel Fenster und Heizungen katzensicher gemacht. Auch die Zugbänder der Rollos habe ich gleich mit abgesichert: weil sich Katzen an lose baumelnden Jalousienbändern strangulieren oder die Pfoten einwickeln können, habe ich die Bänder mit einfachen Klebehaken (siehe Foto) befestigt.

Nach der Renovierung fand der FeliWay-Zerstäuber seinen Platz in der Steckdose im Wohnzimmer. Ich hatte ihn beim letzten Umzug schon genutzt und dachte mir, dass er auch diesmal nicht schaden kann 😉 Außerdem haben wir vor dem Einzug der ersten Möbel schon einmal die erste Kratzmatte neben der Balkontür befestigt: was wir haben, haben wir schließlich schonmal!

Damit zumindest schonmal ein bisschen gewohnter Katzengeruch in der neuen Wohnung ist, habe ich zusätzlich unsere „Markierbürsten“ an den Türrahmen in der neuen Wohnung abgestriffen. Auch ein paar gewohnt riechende Kissen und Katzendecken haben zusammen mit den ersten Umzugskisten ihren Weg ins neue Zuhause gefunden: je mehr gewohnter Geruch, desto besser!

Umzug in drei Etappen zum Wohle Aller..

Kurz nochmal auf dem abgezogenen Bett entspannen und treteln, bevor die Damen am Tag des Umzugs ins Arbeitszimmer mussten

Wie es unser Glück so wollte, fiel unser Umzugszeitraum genau in die schlimme Hitzeperiode dieses Jahres: tagelang knapp an der 40 Grad-Marke war für wohl für Niemanden schön. Für uns bedeutete das nochmal eine zusätzliche Belastung. Erstens, weil Möbel- und Kisten-Schleppen so eine echte Qual für unsere Helfer und uns war. Zweitens, weil besonders Lara so doppelt gelitten hat: Hitze und Stress.

Das führte dazu, dass sie an einem Tag einen mittelschweren gesundheitlichen Aussetzer hatte: Nachdem unsere Helfer die erste Etappe des Umzugs geschafft hatten, saßen mein Partner und ich völlig erledigt in der alten Wohnung (in der wir allesamt bis zuletzt gewohnt haben). Ich bemerkte, dass Lara ungewöhnlich unruhig war, hechelte und teilweise apathisch rumlag. Logischerweise haben wir uns extreme Sorgen gemacht und waren kurz davor, mit ihr in die Klinik zu fahren. Was aber noch mehr Stress bedeutet hätte. Also war Abwägen angesagt. Ich habe kurzerhand zur Schermaschine gegriffen (an die sie seit Jahren gewöhnt ist) und habe ihr Fell ratzekahl geschoren. Zusätzlich habe ich sie mit Wasser und feuchten Tüchern runtergekühlt. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir unsere alte Lara wieder. Ein Erlebnis, das ich echt nicht nochmal brauche!

Die Sorge um Lara und die Hitze haben also dafür gesorgt, dass wir den Umzug in drei Etappen gewuppt haben. Im Nachhinein betrachtet, genau die richtige Entscheidung für uns alle: Katzen und Helfer!

Die wertvollste Fracht als Letztes

Auf der Werkbank rumlümmeln, während um die Damen herum der Umzug stattfindet: die Ruhe hätte ich auch gerne gehabt 😉

Während unsere Helfer und wir Kisten und Möbel durch die Wohnung wuchteten, residierten die Mädels im alten Arbeitszimmer: Näpfe, Klo und viele gemütliche Rückzugsorte haben daraus für ein paar Stunden ein „Übergangsquartier“ gemacht. Und damit niemand in dem ganzen Gewusel versehentlich die Tür öffnet, habe ich sie abgeschlossen. Katzen, die während des Umzugs aus der Wohnung entwischen, braucht schließlich Keiner!

Ein paar Stunden nach dem letzten Schwung Möbel kamen dann auch die drei Mädels mit in die neue Wohnung. Und zwar ganz bewusst erst abends: so konnten vorher alle ein wenig runterkommen und es war ruhig draußen. Fiona hat den Transport gesanglich begleitet und Janis hatte so gar keinen Bock auf den Sche*ß: sie hat kurzerhand ihren Kopf in die hinterste Ecke ihrer Transportbox gestopft. Sehr ungewöhnlich für sie. In der neuen Wohnung erwartete die Mädels das abgedunkelte Schlafzimmer mit leiser Entspannungsmusik, benutzter Bettwäsche und den gewohnten Katzenbettchen. Klo und Näpfe waren natürlich auch da, das Licht nur gedimmt.

Ich weiß gar nicht mehr, wer zuerst aus ihrer jeweiligen Box kam: Fiona oder Lara. Janis jedenfalls warf nur einen kurzen Blick aus ihrer Ecke „Nö, nicht mit mir!“ Wir beiden Menschen waren davon echt verwundert, denn während die beiden Kleinen schon mit langen Hälsen und sehr unsicher auf dem Bett unterwegs waren, ließ Frau Flusenfuß sich bitten. Sie ist normalerweise die Erste, wenn es etwas Interessantes gibt – und vor allem ist sie das mutige Vorbild, an dem sich die beiden Kleinen orientieren. Man merkte in den ersten Minuten, dass ihnen das gefehlt hat! Es dauerte aber nur ein paar Minuten, denn ein „Janis, alles ist gut! Guck doch mal!“ plus Leckerchen half dann auch, damit die Neugier siegte. Und wie sie siegte!

Die erste Nacht im neuen Zuhause war für mich sehr anstrengend

Sich durch Kisten und Müllsäcke wühlen gehört zum Wohnung-Kennenlernen dazu. Lara hat davon seeehr ausgiebig Gebrauch gemacht 😀

Wie schon beim letzten Umzug waren wir Menschen völlig gerädert und die Katzendamen voller Neugier und Tatendrang. Die verschlossene Schlafzimmertür wurde sehr schnell zum lästigen Ärgernis. Und es war klar, dass keine von den dreien – und damit auch wir nicht *seufz* – diese Nacht ein Auge zu tun, wenn diese blöde Tür zu bleibt! Die Wohnzimmer- und Küchentür blieben aber in der ersten Nacht noch zu, da habe ich nicht mit mir verhandeln lassen! In den beiden Räumen war so viel Chaos, da hätten wir keine Katze drin wiedergefunden 😀

Nach den ersten paar Runden durch Schlafzimmer, Diele und Bad war der erste Tatendrang dann für diese Nacht auch erstmal gestillt. Abendessen und Leckerchen bitte! Achso, und die Jalousien bitte hochmachen, denn Fiona muss unbedingt aus dem Fenster gucken! Nach ein paar Stunden Gewusel konnten wir dann auch alle schlafen. Zumindest zwei Stunden lang. Denn irgendwer musste immer irgendwo rumfummeln und etwas runterwerfen oder mich wach machen zum trösten und kuscheln. Gefühlt im Stundentakt…

Die nächsten Tage durften sie dann auch in Wohnzimmer und Küche schauen, aber nur unter Aufsicht. Blöd nur, wenn die Damen sich unbemerkt zwischen den Beinen durchwuseln. Wie oft wir erst dann gemerkt haben, dass wir jemanden eingesperrt haben, wenn das Gemaunze losging, kann ich gar nicht mehr zählen 😀 Alles in allem hat es etwa zehn Tage gedauert, bis sie sich so sicher waren, dass sie jeden Tag auch wieder zuverlässig fangen gespielt und ihre doofen 45 Minuten hatten.

So langsam kehrt Alltag ein

„Schwiegermama“ hilft natürlich gerne beim Training 😉

Etwas, dass die beiden „Kleinen“ allerdings noch ziemlich aus dem Konzept bringt, ist die Türklingel und wenn sich die Wohnungstüre öffnet. Lara und Fiona sind da immer etwas verunsichert. Das heißt für uns: Training mit den drei Katzendamen. Sobald jemand zur Türe hereinkommt, wird die Person gebeten, Leckerchen zu verteilen. Klingelt es, aber niemand kommt hinein – z. B. bei Lieferungen – lasse ich trotzdem ne Runde Leckerchen springen. So weicht die Verunsicherung langsam aber sicher Freude – am Trainingsziel sind wir aber noch nicht.

Eine kleine Neuerung, die wir in der neuen Wohnung eingeführt haben, sind Nachtlichter mit Bewegungsmelder. Ich feiere die sehr und frag mich, warum wir die nicht schon in der alten Wohnung gekauft haben. Schließlich ist eine slalom-laufende dunkle Lara auf dunklem Bodenbelag nachts eine ziemliche Garantie für Stolperer. Die Nachtlichter waren die erste Zeit so spannend, dass die Damen absichtlich davor hin- und hergelaufen sind, um die Funktion zu testen. Sagen wirs so: die Dinger funktionieren, wie sie sollen, aber die erste Batterieladung hat vor der Neugier meiner drei Katzen ziemlich schnell kapituliert 😀 Mittlerweile sind die Nachtlichter aber langweilig. Es gibt ja auch genug anderes zu erobern 😀

Das Foto zeigt eine Fußmatte mit Katzenmotiv auf dem Boden vor unserer Wohnungstür
Noch eine Neuerung: unsere neue Fußmatte. Ich liebe sie <3

Den Balkon allerdings dürfen sie noch nicht erobern. Denn der ist momentan leider noch nicht katzensicher: er ist deutlich komplizierter zu sichern als unser alter Balkon und ich kam bei all dem Chaos schlicht noch nicht dazu (dazu gibts natürlich in ein paar Monaten die entsprechende Anleitung im Blog!). Ich hatte befürchtet, dass Fiona damit große Probleme hat: in der alten Wohnung wäre sie am liebsten Tag und Nacht draußen gewesen. Also nur, wenn es nicht regnete 😀 In der neuen Wohnung ist das Schlafzimmerfenster interessanterweise spannender als die Glastür, die ins „Nichts“ führt. Ganz schlimm ist es nur, wenn ich draußen bin. Dann maunzt sie sehr, bis ich wieder drin bin. Damit die Damen nicht auf den ungesicherten Balkon laufen, habe ich eine stabile Netztür gebaut. Später – wenn der Balkon abgesichert ist – wird sie durch einen normalen Fliegenvorhang ersetzt.

Alles in allem war der Umzug eine furchtbare Plackerei, die unsere Katzen deutlich besser überstanden haben als wir Menschen 😉 Noch ist nicht alles wie es sein soll, aber es wird. Zumindest die Katzenformalitäten (Ummeldung bei TASSO, der OP-Versicherung, den Zooshops und unserer Tierärztin) sind erledigt. Wir Menschen aber auch 😉

Die Kratzmatte neben der Balkontür wird vor allem von Fiona stark beansprucht
Wenn der Handwerker kommt, muss immer eine der Damen die Arbeit genau kontrollieren!

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