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Futtermittelallergie

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.08.2014

Bei einer Futtermittelallergie ist die Katze auf eines der Bestandteile im Futter oder gar gegen die im Trockenfutter lebenden Milben allergisch. Katzen können sowohl gegen bestimmte Fleischsorten (Rind kann bei vielen Katzen Allergien auslösen) , gegen im Futter enthaltene pflanzliche Erzeugnisse (Getreide: Weizen, Reis oder Mais) oder aber gegen Zusatzstoffe (z.B. Konservierungsstoffe) reagieren.

Symptome einer Futtermittelallergie

  • kahlgeleckte oder -gekratzte Hautstellen
  • Juckreiz
  • Rötungen und trockene Haut
  • Durchfall und Erbrechen
  • seltener: Verstopfung

Diagnoseverfahren

Treten die oben genannten Symptome auf, ist ein Besuch beim Tierarzt natürlich anzuraten. Dieser wird in der Regel versuchen, die aufgetretenen Veränderungen mithilfe von Antibiotika oder gar Cortison zu "behandeln". Dies ist als Schritt zur Linderung der Allergie sicherlich hilfreich, hilft aber nicht, die Allergie zu bekämpfen. Hierbei werden lediglich die Reaktionen auf die auslösenden Stoffe abgemildert. Eine eindeutige Diagnose ist zur Bekämpfung einer Allergie sehr wichtig: nur wer die Ursachen kennt, kann diese auch abstellen.

Zunächst einmal gilt es, mögliche andere Ursachen für die Hautveränderungen zu finden: Pilze und Parasiten können ebenso Rötungen und Juckreiz oder trockene Haut auslösen und müssen ausgeschlossen werden. Ein Allergie- oder Bluttest kann bei der Ermittlung des allergieauslösenden Stoffes helfen, sollte jedoch nicht als alleinige Diagnosemöglichkeit angewandt werden, da Fehldiagnosen leider in nicht geringem Maße auftreten. Zur Festigung der Diagnose ist die Ausschlussdiät meist unerlässlich.

Ausschlussdiät

Bei einer Ausschlussdiät wird (wie der Name schon sagt) mittels Ausschlussprinzip versucht, den allergieauslösenden Stoff zu finden. Am besten ist es, diese Diät mit einer Fleischart zu beginnen, die der Katze noch niemals vorher gefüttert wurde (z.B. Pferdefleisch, Strauss etc.). Leckerchen, egal, in welcher Form (Stangen, Tabletten, Pasten) und weitere Nahrungsmittel (Quark, Ei usw.) sind in dieser Zeit tabu, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

Besonders bei Freigängern kann dies ein großes Problem sein, da sie sich ihre Nahrung teilweise selber erjagen oder gar von Nachbarn zugefüttert werden. Dies gilt es zu beachten! Auf die Fütterung mit Trockenfutter sollte in der Zeit der Diät gänzlich verzichtet werden! Die pflanzlichen Bestandteile und die nicht näher gekennzeichneten Zutaten in diesem Futter machen genaue Ergebnisse unmöglich.

Eine Ausschlussdiät ist nur bedingt mit herkömmlichen Katzenfutter durchzuführen. Reagiert die Katze nur auf eine bestimmte Fleischart allergisch, kann man dies gut feststellen, reagiert sie jedoch auf andere Bestandteile im Futter, kann dies mit fertigem Katzenfutter nicht herausgestellt werden. Möchte man eine Ausschlussdiät mit herkömmlichem Futter durchzuführen, so ist dringend darauf zu achten, dass das Futter sortenrein ist, das heisst, dass es nur aus einer Fleischsorte besteht (z.B. nur Lamm, nur Ente, nur Pferd) und keine Beimischungen von anderen Sorten enthält.

Der Katze wird in den ersten 6-8 Wochen nur eine vorher festgelegte Fleischsorte gefüttert. In dieser Zeit sollte eine vollständige Abheilung der Hautstellen erfolgen. Die Führung eines speziellen Diättagebuchs ist hilfreich. Es sollte darin notiert werden, welches Fleisch gefüttert wird und ob bzw. welche Reaktion darauf erfolgt. Nach der Abheilung aller Symptome wird die Katze mit einer anderen Fleischsorte gefüttert (z.B. Huhn). Treten innerhalb der ersten 3 Wochen erneut die Symptome der Allergie auf, sollte das Futter wieder auf die erste Fleischsorte umgestellt werden. Es ist dann davon auszugehen, dass die Katze auf die zweite Fleischsorte allergisch reagiert.

Erst wenn wiederum alle aufgetretenen Symptome abgeheilt sind, kann mit der Verfütterung einer dritten Sorte Fleisch begonnen werden. Zur Umstellung auf die jeweils nächste Fleischsorte können kurzzeitig Verdauungsprobleme und Durchfall auftreten, dies ist jedoch in so weit normal, dass sich der Katzenkörper erst einmal wieder umstellen muss. Diese Probleme sollten aber innerhalb der ersten Tage vorübergehen.

Sind alle gewünschten Fleischsorten auf diese Weise verfüttert worden, kann man (auch unter Zuhilfenahme des Diättagebuchs) sehr klar festgestellt werden, auf welche Fleischsorten die eigene Katze allergisch ist. Das gleiche Verfahren kann man auch für spezielle Supplemente durchführen. Wichtig bei der Ausarbeitung der allergieauslösenden Stoffe ist es, dass Katzen meist auf alle Produkte eines bestimmten Tieres gleichermaßen reagieren (z.B. Rindfleisch und Kuhmilch, Rindermagen usw.)

Im Anschluss an diese Diät kann ein sogenannter "Provokationstest" erfolgen, bei dem der Katze absichtlich die allergieauslösende Fleischsorte verfüttert wird, dies gilt bei auftretenden Symptomen der Bestätigung der Ergebnisse aus der Diät.


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