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Wissenswertes zur Katzenhaltung

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.01.2015

Wer sich ein Haustier anschafft oder es hält, sollte einiges über seine Haltung, seine Angewohnheiten und Bedürfnisse wissen. Leider nicht immer sind Fachbücher, Tierärzte und andere Katzenhalter gute Ratgeber. Festgefahrene Strukturen, Profitorientiertheit und veraltetes Wissen können Gründe für falsch weitergegebene Informationen sein. Jeder Tierhalter sollte sich deshalb immer ein Stück weit selber informieren und geeignete Entscheidungen aufgrund von eigenem Wissen fällen.

Selbst heutzutage sind besonders die Medien voll von schlechten oder gar fahrlässigen Aussagen. Grob umrissen kann diese Seite deshalb nur eine Informationsquelle von Vielen sein. Informationen und Tipps, die sich hier finden, dürfen und sollen von jedem Wissbegierigen selbst überprüft werden.




Fachausdrücke und andere Infos

Agouti/Ticking/Ticked Tabby

normales und geticktes Katzenhaar im Vergleich

Agouti ist eine andere Bezeichnung für die Wildfärbung einer Katze. Hierbei ist das einzelne Katzenhaar abwechselnd hell und dunkel gefärbt.

Antibiogramm

Um herauszufinden, auf welche Antiobiotika bestimmte Keime am besten ansprechen, wird ein sogenanntes Antibiogramm erstellt. Dafür wird zunächst Körpermaterial (Blut, Gewebe) von der Katze entnommen. Die darin befindlichen Keime werden im Labor angezüchtet und auf Resistenzen (also Unempfindlichkeiten) und Empfindlichkeiten auf bestimmte Antibiotika getestet.

Durch dieses Prozedere kann eine zuverlässige Antibiotikabestimmung erfolgen und eine unnötige Behandlung mit unwirksamen Mitteln wird verhindert. Um kein verfälschtes Ergebnis zu erhalten, ist es hierbei wichtig, dass für die entsprechende Krankheit kürzlich kein Behandlungsversuch mit Antibiotika erfolgt ist.

Audiometrietest

Besonders reinweiße Katzen mit blauen Augen sind häufig von Taubheit betroffen. Um die Hörfähigkeit einer Katze zu testen, ist ein sogenannter Audiometrietest erforderlich. Bei diesem Test wird die Katze in Narkose gelegt, Hörfrequenz und Hirnströme werden mithilfe von Messinstrumenten -Messnadeln und -sonden- aufgezeichnet.

Ausstellungen

Auf einer Ausstellung werden Katzen der Öffentlichkeit vorgestellt und durch speziell geschulte Richter bewertet. Sie dienen auch dem Austausch zwischen den einzelnen Züchtern und Haltern. Nur Züchter, die Mitglied eines Vereins sind, der auch Ausstellungen ausrichtet, dürfen an solchen Ausstellungen teilnehmen. Meist dauern internationale Katzenausstellungen 2 bis 3 Tage und finden am Wochenende statt.

Die Katzen werden bei ihrer Anmeldung in einer von 14 verschiedenen Klassen eingeordnet. Dazu gehören beispielsweise die Hauskatzenklasse, die Kastratenklasse, die Novizenklasse und die Klasse der Rassekatzen mit Stammbaum. In die Novizenklasse werden Katzen eingeschrieben, die noch nicht im Stammbuch ihres jeweiligen Zuchtvereins eingetragen sind. Die einzelnen Klassen sind in der Regel noch einmal in Untergruppen eingeteilt: Geschlecht und Farbe der Katzen können hier eine Rolle spielen.

Um zur Ausstellung zugelassen zu werden müssen die Katzen gesund und geimpft sein, Gesundheitszeugnisse und Abstammungspapiere vorweisen können. Vor der Show werden die Katzen tierärztlich untersucht, die mitgebrachten Papiere überprüft und für die Ausstellung freigegeben. Bei Eintritt werden Impfausweise und Anmeldeformulare überprüft, das Tier wird der Gesundheitsuntersuchung unterzogen und der Halter erhält die jeweilige Käfignummer. Die Käfige werden im Anschluss darauf von den Katzenhaltern desinfiziert und dekoriert.

Das Bewerten der Katzen erfolgt anonym am Tisch der jeweiligen Richter. Hierzu werden die Katzen von einem Helfer, dem sogenannten Steward zu den Richtertischen getragen und dort präsentiert. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden von den Richtern schriftlich festgehalten und in Punkten ausgedrückt, wobei die maximal erreichbare Bewertung 100 Punkte sind. Die Bewertung beispielsweise des Rassestandarts der jeweiligen Katze kann "vorzüglich", "sehr gut" oder "gut" ausfallen. Auf einer Ausstellung wird unter Anderem auch die Zuchttauglichkeit einer bestimmten Katze anerkannt, weswegen mindestens ein Ausstellungsbesuch für eine Zuchtkatze nötig ist.

bicolor

bicolor Katze

bicolor Katze: rot auf weiß.
© Kurt Bouda/www.pixelio.de

Bicolor (also zweifarbig) wird die Fellzeichnung einer Katze genannt, wenn diese neben weiß noch eine andere Farbe zeigt. Meist sind bei solchen Katzen Stirn und Schwanz farbig, der Rest des Körpers weiß.

Biopsie

Bei bestimmten krankhaften Veränderungen ist es manchmal für die verlässliche Diagnosestellung nötig, ein Stück betroffenen Gewebes zu untersuchen. Dieses wird bei der sogenannten Biopsie (= Gewebeentnahme) entnommen. Je nach Größe der Gewebeentnahme und betroffener Stelle kann eine Narkose nötig sein, manchmal reicht es auch, die betroffene Stelle nur örtlich zu betäuben.

Das entfernte Gewebe wird anschließend zur Untersuchung ins Labor geschickt. Der Befund der Biopsie gibt Aufschluss über geeeignete Behandlungsmethoden und Therapien, kann bei der Diagnose einer Krankheit oder auch beim Ausschluss bestimmter Krankheiten helfen.

Erbkrankheiten und Gendefekte

Bestimmte Katzenrassen neigen zum erhöhten Risiko für das Auftreten spezifischer Erbkrankheiten. Möchte man mit den betroffenen Rassen züchten, so ist es enorm wichtig, sich über die Häufigkeit, Erblichkeit und das Verhindern solcher Krankheiten zu informieren. Es werden spezielle Testverfahren angewandt, um zu prüfen, ob eine Katze betroffen ist. Je nach Krankheit und Untersuchungsmethode kann dabei eine Erkrankung ganz ausgeschlossen oder zumindest für unwahrscheinlich erklärt werden. Bei manchen solcher Untersuchungen ist eine regelmäßig wiederkehrende Wiederholung angeraten (z.B. bei Herzschallen zur Diagnostik von HCM).

Eine Übersicht über Erbkrankheiten bei Katzen, sowie die betroffenen Rassen findet sich in der Linkliste, ersetzt aber keinesfalls eigene Recherchen!

GOT / Gebührenordnung für Tierärzte

Die GOT ist der Leitfaden zur Berechnung von Behandlungskosten bei tierärztlichen Eingriffen. Es wird zwischen 3 Kostensätzen unterschieden: der einfache, zweifache und dreifache Satz kann, je nach Umständen für eine Rechnungsstellung angewandt werden. Wann welcher Satz angewandt wird, hängt von den Umständen der Behandlung ab, so sind schwierige, komplexe Eingriffe und länger dauernde Behandlungen teurer als beispielsweise ein Routine-Check-Up. Auch Untersuchungen und Operationen beispielsweise in der Nacht oder an Wochenenden rechtfertigen die Abrechnung höherer Behandlungskosten.

Die in der GOT angegebenen Preise beziehen sich auf den einfachen Berechnungssatz. Der behandelnde Tierarzt kann unter Berücksichtigung der Umstände jedoch auch das Dreifache der angegebenen Kosten berechnen. Wichtig ist jedoch, dass nur unter bestimmten Vorraussetzungen weniger als der einfache oder mehr als der dreifache Satz in Rechnung gestellt werden darf.

Die angegebenen Preise sind keine Endpreise, sie setzen sich nach dem "Baukasten-Prinzip" zusammen. Werden innerhalb einer Behandlung mehrere Untersuchungen durchgeführt, so werden diese einzeln aufgeführt und ergeben erst zusammen den Nettopreis der reinen Behandlungskosten. Zudem müssen Kosten für Material und Medikamente zusätzlich aufgerechnet werden. Auch Mehrwertsteuer und eventuelle Fahrtkosten sind in der Aufstellung noch nicht enthalten.

Hybrid / Hybrid-Rassen

In der Katzenzucht werden jene Rassen als Hybridrassen bezeichnet, welche aus der Kreuzung zwischen Hauskatzen-Rasse und Wildkatze hervorgegangen sind. So ist beispielsweise die Savannah-Rasse auf eine Kreuzung zwischen Serval und Siamkatze zurückzuführen. Die Haltung solcher Hybridrassen ist nicht ganz unproblematisch und in der Regel nicht sinnvoll für Anfänger. Katzen früher Generationen (also großer Verwandtschaft zur Wildkatze) benötigen meist weitläufige Gehege, viel Bewegung und werden nicht so zahm wie andere Rassekatzen. Um eine Zähmung zu gewährleisten, werden Kitten häufig direkt nach der Geburt von der Mutterkatze getrennt, von Hand aufgezogen und auch teilweise mit Magensonden ernährt. Nicht selten sind gesetzliche Auflagen an die Haltung früher Hybriden-Nachfahren geknüpft.

Aber auch Vertreter späterer Generationen sind oft noch besonders energiegeladen und brauchen viel Beschäftigung und Platz. Die Verpaarung von Wildkatzen mit Hauskatzen ist sehr umstritten, nicht zuletzt wegen der unvorhersehbaren Folgen für die eingesetzten Zuchttiere. So können Mutterkatzen große Probleme bei der Geburt der ungewohnt großen Kitten bekommen. Nicht selten ist die Sterblichkeit der Mutterkatze während der Geburt und die der Kitten während der Aufzucht deswegen recht hoch.

Es kann durchaus auch vorkommen, dass der kleinere Geschlechtspartner bei einer solchen Verpaarung nicht als Paarungspartner, sondern als Beute verstanden wird. Die Ausbreitung von genetischen und vererbbaren Krankheiten kann bei einer solchen Zucht nicht in dem Maße eingegrenzt werden wie bei älteren Katzenrassen. Die Entstehung einer solchen Hybridrasse ist also bis zu ihrer "Marktreife" mit großen gesundheitlichen Nachteilen und hoher Sterblichkeit, sowie vielen anderen negativen Folgen der beteiligten Tiere verbunden.

Kippfenstersyndrom

Steht ein Fenster auf "gekippter" Stellung, so kann es passieren, dass manche Katzen versuchen, durch den geöffneten Spalt zu entwischen. Dabei zieht sich das Tier teilweise lebensbedrohliche oder gar tödliche Schäden zu. In Panik versucht die Katze, sich aus dem Fensterspalt zu befreien und gerät so immer tiefer hinein, bis eine Befreiung ohne Hilfe nicht mehr möglich ist. Nicht selten versterben die Katzen noch eingeklemmt im Fenster oder an den dadurch zugezogenen Verletzungen wie Quetschungen und Abklemmungen innerer Organe.

Aus diesem Grunde ist es äußerst wichtig, Katzen niemals ohne Aufsicht Zugang zu gekippten Fenstern oder Balkontüren haben.

Kryptorchismus / Hodenhochstand

Im Mutterleib befinden sich die Hoden eines männlichen Kittens in seiner Bauchhöhle. Erst gegen Ende der Trächtigkeit, spätestens jedoch mit etwa dem 10ten Lebenstag steigen sie in den Hodensack ab. Verbleibt ein oder beide Hoden in der Bauchhöhle und steig nicht ab, spricht man von Hodenhochstand oder Kryptorchismus. Hodenhochstand ist erblich bedingt, weswegen betroffene Kater von der Zucht auszuschließen sind. Durch den Verbleib des Hodens innerhalb des Körpers ist oft eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, nicht selten auch eine gänzliche Unfruchtbarkeit zu erwarten.

Der nicht abgestiegene Hoden kann tumoröse Veränderungen (Krebs) entwickeln. Dies kann nur durch seine operative Entfernung verhindert werden. Kater mit Hodenhochstand entwickeln ebenso wie normal entwickelte Kater die mit der Hormonproduktion zusammenhängenden Eigenschaften wie Markieren, Dominanzverhalten oder Aufreiten. Betroffene Kater sollten vollständig kastriert und der im Bauchraum liegende Hoden entfernt werden.

Maske

Hat eine Katze deutlich abgegrenzte dunklere Farbareale im Gesichtsbereich, so wird dies als Maske bezeichnet. Diese Fellzeichnung findet man zum Beispiel bei Siamkatzen.

Nasenspiegel

Nasenspiegel der Katze

als Nasenspiegel wird die unbehaarte Hautpartie rund um die Nasenlöcher der Katze genannt. Sie kann je nach Fellfärbung viele verschiedene Farbintensitäten (von leicht rosa bis kräftig schwarz) zeigen.

Nickhaut

Katzenauge mit sichtbarer Nickhaut

vereinfachte Grafik eines Katzenauges mit teilweise hervortretender Nickhaut

Die Nickhaut dient dem Auge als Schutz vor Verschmutzung und Verletzung. Sie ist durchsichtig und schiebt sich zwischen Augapfel und Augenlid vor. Auch bei Müdigkeit oder beim Aufwachen ist sie zu sehen. Das ständige Vorschieben der Nickhaut kann auch ein Krankheitsanzeichen sein.

Die Nickhaut wird manchmal auch "drittes Augenlid" genannt.

Odd-eyed

weiße Katze mit Iris-Heterochromie

© Oliver Haja
www.pixelio.de

Katzen mit zwei verschiedenen Augenfarben werden als "odd-eyed" bezeichnet. Diese Bezeichnung stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß so etwas wie "sonderbare Augen". Meist ist eines der Augen blau, während das andere etwa grün oder bernsteinfarben sein kann. Die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung für dieses Phänomen ist "Iris-Heterochromie".

Pedigree oder Stammbaum

Als Pedigree oder Stammbaum wird der Abstammungsnachweis einer Rassekatze bezeichnet. Er bietet einen Überblick über die Vorfahren (Eltern, Großeltern, Ur-Großeltern usw.) einer Katze und macht somit das Nachvollziehen einer Zuchtlinie möglich. Besonders im Hinblick vererblicher Gendefekte und Krankheiten ist es wichtig, die Vorfahren seiner Katze zu kennen.

Points

Deutlich dunklere Abzeichen an Ohren, Beinen, Schwanz und Pfoten werden Points genannt. Die Farbintensität der einzelnen Flecken ist idealerweise am gesamten Körper gleich, die Abgrenzung zum restlichen Fell ist deutlich. Point-Katzen haben aufgrund ihrer Genetik immer blaue Augen.

Polydaktylie ("Vielfingrigkeit")

Polydaktylie ist der wissenschaftliche Ausdruck für "Vielfingrigkeit". Es ist eine vererbbare Mutation der Gliedmaßen und bringt eine überzählige Anzahl an Zehen bei der Katze hervor. Das "Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen)" (Link in der Linkliste) spricht sich gegen eine Zucht mit betroffenen Tieren aus. Das Allel, welches Polydaktylie auslöst sei nach diesem Gutachten untrennbar mit dem sogenannten "Semiletalfaktor" verbunden. Dieser Faktor ist maßgeblich für eine hohe Sterberate und kurze Lebenserwartung der Nachkommen; 50% aller Jungtiere sollen vor der Geschlechtsreife versterben. Neuere Untersuchungen spechen sich allerdings gegen einen Zusammenhang zwischen der Polydaktylie und einer höheren Sterblichkeitsrate der Nachkommen aus.

Betroffene Katzen sind durch die zusätzlichen Zehen nicht eingeschränkt, haben keine Schmerzen oder Beeinträchtigungen. Lediglich das Kürzen der überzähligen Kralle kann bei manchen Katzen nötig sein. Am häufigsten Betroffen von dieser Anomalie sind die Rassen Maine Coon und Pixiebob.

Qualzucht

Als Qualzuchten bezeichnet man Zuchten, die Leiden, Schmerzen und Beeinträchtigungen der Katzen erlauben oder gar begünstigen. In Deutschland sind Qualzuchten offiziell verboten, jedoch ist die Grenze zwischen hinnehmbarer Beeinträchtigung und eindeutiger Qualzucht recht fließend. Das Ausmaß der Beeinträchtigungen kann von Atemnot, Skelettfehlstellungen, Bewegungseinschränkungen, über angeborene Anfälligkeit für bestimmte krankhafte Veränderung der inneren Organe, bis hin zur Taubheit oder Haarlosigkeit reichen. Die Verpaarung solcher Tiere ist eigentlich gesetzlich verboten, jedoch wird es in der Praxis weiterhin betrieben und auch scheinbar geduldet.

Beispiele für Qualzuchten sind beispielsweise taube, weiße Katzen, die Manxkatzenrasse (Schwanzlosigkeit), Scottish Fold Rasse (Ohrenfehlstellung), Nacktkatzenrassen (fehlendes Fell, keine Körpertemperaturregelung, in der Regel fehlende Tasthaare) oder die Munchkinrasse (verkürzte Gliedmaßen). Mehr zu Merkmalen von Qualzucht bei Katzen findet sich im in der Linkliste verlinkten Wikipediaeintrag.

Tabby

Die Fellzeichnung einer mehrfarbigen Katze bezeichnet man als Tabby. Das Tabbymuster kann gestromt, getupft, getigert und getickt ausgeprägt sein.

Tabbyzeichnung bei Katzen, classic tabby, mackerel tabby, spotted tabby, ticked tabby

1.classic tabby, 2.mackerel tabby, 3.spotted tabby, 4.ticked tabby

Das Bild zeigt die verschiedenen Tabbyzeichnungen bei der Katze:

  • 1.: Gestromt ist die Fellzeichnung einer Katze dann, wenn sie aus Tupfen, Streifen und Spiralen besteht. Dieses Muster wird auch als "classic tabby", "blotched tabby", "marbled tabby" oder "Räderzeichnung" bezeichnet.
  • 2.: Als getigert werden Muster bezeichnet, wenn diese in schmalen Streifen über den gesamten Körper verlaufen. Es wird "mackerel tabby" genannt.
  • 3.: Ein getupftes Tabbymuster zeichnet sich durch klar abgegrenzte runde oder ovale Flecken auf dem Fell der Katze aus. Es wird als "spotted tabby" bezeichnet.
  • 4.: Als geticktes Tabby wird eine Fellzeichnung dann bezeichnet, wenn die Fellfarbe der Katze fast ausschliesslich einfarbig aussieht. Jedoch sind die einzelnen Haare der Katze so gefärbt, dass Jedes von ihnen mehrfarbig ist. Ein Muster ist in dieser Fellzeichnung nicht erkennbar. Dieses Muster heißt "ticked tabby".

Tapetum lucidum

Querschnitt duch das Katzenauge

die Abbildung zeigt einen Querschnitt durch das Katzenauge

Das Tapetum lucidum ist eine reflektierende Netzschicht hinter der Pupille der Katzen, welche einfallendes Licht zurückwirft und so die benötigte Menge an Licht zum Sehen liefert bzw. vergrößert. Diese Reflexion bewirkt auch, dass Katzenaugen bei Kamerablitz oder Scheinwerferlicht ihr typisches Leuchten zeigen.

Mehr dazu im Bereich "Anatomie -> Sehsinn"

Theobromin

Theobromin ist eine chemische Verbindung, die beispielsweise in Kakaobohnen enthalten ist. Dieser Stoff ist für Katzen und Hunde giftig. Aus diesem Grunde sollte keine Schokolade verfüttert werden. Kakaopulver hat den höchsten Gehalt an Theobromin, weiße Schokolade den geringsten. Aber auch Zartbitter- , Block-, Vollmilchschokolade und Trinkschokolade enthalten diesen Stoff.

Theobromingehalt der verschiedenen Schokoladensorten:

  • Kakaopulver: 15-25mg/pro Gramm Schokolade
  • Blockschokolade: 16mg/pro Gramm Schokolade
  • Zartbitterschokolade: 5mg/pro Gramm Schokolade
  • Vollmilchschokolade: 2mg/pro Gramm Schokolade
  • Trinkschokolade: 0,4mg/pro Gramm Schokolade
  • weiße Schokolade: 0,0009mg/pro Gramm Schokolade

80-150mg pro Kilo Körpergewicht der Katze können bereits tödlich sein. Erste Symptome einer solchen Vergiftung sind Durchfall, Erbrechen, Apathie und blasse Schleimhäute. Treten solche Anzeichen auf oder besteht der Verdacht einer Theobromin-Vergfitung sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Tipping

normales und getipptes Katzenhaar im Vergleich

sind die Haarspitzen der einzelnen Katzenhaare dunkler gefärbt als der Rest des Haars, spricht man von Tipping. Diese Bezeichnung stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß "Ablagerung".

torbie

Der Begriff "torbie" setzt sich aus den Bezeichnungen "Tortie" und "Tabby" zusammen. Es handelt sich bei einer solchen Fellzeichnung also um eine zweifarbige Katze (schwarz/rot bzw. deren verdünnte Versionen) mit gestromten, getigerten oder getupften Muster.

tortie oder Schildpattkatze

Schildpattkatze in schwarz-rot

Schildpattkatze in schwarz-rot.
© Barbara Lechner/www.pixelio.de

Das Fell einer Schildpattkatze besteht aus zwei Farben: schwarz und rot. Fast alle solcher zweifarbigen Katzen sind weiblich, männliche Tiere sind sehr selten und meist unfruchtbar. Dies liegt an der geschlechtsgebundenen Vererbung der Fellfarbe rot.

Tricolor, calico oder Glückskatze

Tricolor Katze

tricolor oder Glückskatze.
© piu700/www.pixelio.de

Eine Tricolor oder Glückskatze ist eine dreifarbige Katze. Sie ist Schildpatt mit weiß, also: schwarz, rot mit weiß, wobei die einzelnen Farben durchaus auch verdünnt auftreten können, beispeilsweise weiß, creme und schwarz oder weiß, rot und blau. Wie auch bei zweifarbigen Tieren sind Dreifarbige meist weiblich aufgrund der geschlechtsgebundenen Farbvererbung.

Die Bezeichnung "Calico" ist in der Regel nur für Perserkatzen üblich.

Verdünnung

verdünnte und unverdünnte Farbpigmente

Als Verdünnung wird die Abschwächung einer Fellfarbe bezeichnet. Sie ist genetisch bedingt und erzeugt beispielsweise aus schwarz die Fellfarbe blau.

Weißzucht

Die Zucht von weißen Katzen unterliegt in Deutschland bestimmten tierschutzrechtlichen Bestimmungen. Da komplett reinweiße Katzen mit blauen Augen häufig schwerhörig oder taub sind, ist bei der Verpaarung solcher Tiere grundsätzlich Vorsicht geboten. Die Zucht reinweißer Tiere untereinander ist verboten.

Möchte man ein reinweißes Tier mit einem nicht-reinweißen Tier verpaaren, so stellen fast ausschließlich alle Zuchtvereine die Bedingung, einen Audiometrietest durchzuführen. Dieser Test gibt Aufschluss über die Hörfähigkeit einer Katze. Nur hörende Tiere dürfen verpaart werden, allerdings besteht auch bei zwei hörenden Elternteilen das Risiko, dass Kitten aus dem Wurf dennoch taub sind. Mehr Informationen zur Vererbung der weißen Fellfarbe findet sich im Bereich "Genetik bei Katzen"

Zuchtvereine

Zuchtvereine sind Zusammenschlüsse von Züchtern und Liebhabern von Katzen. Manche Vereine spezialisieren auf eine bestimmte Rasse. Der Austausch von Informationen und Erfahrungen bei der Zucht und Pflege von Katzen wird so erleichtert. Ein Augenmerk wird auch auf die Unterstützung von neuen, unerfahreneren Züchtern gelegt. Ein Zuchtverein organisiert und richtet Austellungen aus und regelt die Zucht und Vermittlung von Jungtieren. Es werden Satzungen aufgesetzt, an die sich alle Mitglieder halten sollten. Solche Regelungen betreffen beispielsweise die Anzahl der Würfe einer Katze im Jahr und die Vorraussetzung zur Abgabe der Kitten.

Stammbäume werden erstellt und spezielle Zuchtbücher geführt. Im Zuchtbuch werden alle im Verein registrierten Katzen zusammen mit ihren Daten wie beispielsweise Ausstellungserfolge, Abstammung, Nachkommenanzahl und Zuchttauglichkeitsbescheinigungen aufgeführt. Der Einblick ins Zuchtbuch kann unter Anderem die Auswahl eines geeigneten Zuchtpartner erleichtern. Zukünftige Preisrichter für Ausstellungen werden ebenfalls von den Zuchtvereinen ausgebildet. Ebenso werden Urkunden über Ausstellungserfolge ausgefertigt. Ein Zuchtverein hat auch eine gewisse Kontrollfunktion seinen Mitgliedern gegenüber, Würfe und Zuchtstätten werden besichtigt und abgenommen.

Die Mitgliedschaft in einem Zuchtverein kostet einen Mitgliedschaftsbeitrag, bringt aber viele Vorteile mit sich. Wer eine seriöse Zucht aufbauen und Nachfahren mit Stammbäumen züchten möchte, muss Mitglied in einem solchen Verein sein.


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