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Trockenfutter

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 05.03.2015

Trockenfutter

Trockenfutterkroketten

Trockenfutter besteht aus gepressten und getrockneten Pellets, die je nach Qualität unterschiedliche Inhaltsstoffe haben. Vorteilhaft für den Halter sind hierbei die platzsparende Lagerung, das geringe Gewicht, die meist lange Haltbarkeit und geringe Geruchsentwicklung. Einer Katze reichen in der Regel wenige Gramm Trockenfutter pro Tag.

Leider ist diese Ernährungsform, wird sie langfristig als ausschließliche Fütterungsmethode praktiziert, für die Katze eher nachteilig. So können beispielsweise Übergewicht, Diabetes, Harnwegs-, Blasen- und Nierenerkrankungen auftreten.

Da aus Herstellung und Zusammensetzung von Trockenfutter ein weniger schmackhaftes und weniger haltbares Futter hervorgeht, ist es nötig, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe zuzusetzen. Gänzlich unbehandelt ohne künstliche Stoffe wäre wohl zu erwarten, dass dieses Futter von Katzen verschmäht wird und leicht verderblich wäre.

Nicht ganz unerwähnt bleiben soll die unappetitliche Tatsache, dass sich in Trockenfutter oftmals eine Vielzahl an Milben und Schimmelpilzen befinden können, die nicht nur ungesund, sondern auch Auslöser für Allergien und andere Erkrankungen (wie z.B. Krebs) sein können.

-> direkt zu den Quellen springen

Warum sich Trockenfutter nicht als Haupt- oder Nebenmahlzeit eignet


Vergleich von Trockenfutter mit Maus

Dieses vereinfachte Diagramm soll zeigen, wie sehr sich die Zusammensetzung von herkömmlichem Trockenfutter [38] von der natürlichen Beute der Katze - einer Maus [2,32] - unterscheidet
die Werte wurden zur besseren Vergleichbarkeit auf die Trockensubstanz umgerechnet

Es sprechen viele Gründe gegen die Ernährung der Katze mit Trockenfutter. Angefangen beim zu hohen Gehalt an pflanzlichen Inhaltsstoffen und dem damit verbundenen hohen Kohlehydratgehalt (auch bei getreidefreiem Trockenfutter!), über die mangelnde Flüssigkeitsaufnahme bis hin zur Verschiebung des Harn-PH-Wertes durch pflanzliche Inhaltsstoffe, welche letztlich Harnsteine begünstigen. In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Problematiken näher erläutert.

die Anatomie der Katze

Die Katze ist - auch heute noch - ein strikter Fleischfresser, der auf tierische Proteine und viel tierisches Fett in der Nahrung angewiesen ist, um langfristig gesund zu bleiben. Sie stammt von Wüstenbewohnern ab - es entspricht also ihrer Natur, die dringend zum Überleben benötigte Flüssigkeit fast ausschliesslich über die Nahrung aufzunehmen. Ihr ganzer Körper ist auf die effiziente Verwertung kleiner Beutetiere ausgerichtet, die sie sich selbst erjagt. Zu viele pflanzliche Inhaltsstoffe im Futter können diesen perfekt abgestimmten Kreislauf empfindlich stören und die Katze damit auf Dauer erkranken lassen.

pflanzliche Inhaltsstoffe/Proteine

Laut verschiedener Untersuchungen besteht das Beutespektrum einer Katze zu etwa 69-89% aus kleinen Säugetieren, den Großteil davon machen verschiedenste Mäusearten aus4142. So eine Maus besteht aus etwa 44-70% tierischen Proteinen (in der Trockensubstanz)22532. Die wenigen pflanzlichen Inhaltsstoffe sind - vorverdaut und damit bereits aufgeschlossen - im Mäusemagen zu finden.

Pflanzliche Inhaltsstoffe (vor allem Getreide) werden meist als preiswerter Ersatz für hochwertige (tierische) Proteine und als "Kleber" für die Verarbeitung von Trockenfutter eingesetzt113443. Der Anteil an solchen Inhaltsstoffen reicht von etwa 20-80% des Futters. Dabei kann die Katze pflanzliche Inhaltsstoffe aufgrund anatomischer Besonderheiten gar nicht effizent verwerten.

Nicht alle pflanzlichen Inhaltsstoffe sind zudem gut verdaulich, Einige werden unverdaut wieder ausgeschieden - sie dienen als Ballaststoffe und erhöhen den Wassergehalt im Kot und damit das Kotvolumen - regeln also letztlich nur die Verdauung der Katze. Durch Kochen bzw. Erhitzen kann die Verdaulichkeit pflanzlicher Inhaltsstoffe für die Katze erhöht werden11143. Diese Erhitzung kann sich jedoch negativ auf die Qualität der im Futter enthaltenen Proteine, Nährstoffe und Aminosäuren auswirken2391011. Werden insgesamt mehr als 9,5% pflanzliche Inhaltsstoffe im Futter verwendet, wirkt sich dies negativ auf die Qualität von Proteinen, Fetten und die Aufnahme von Mineralstoffen aus245111443. Durch den kurzen Darm des Fleischfressers Katze kann die Umwandlung von pflanzlichen Bestandteilen nicht effektiv erfolgen243.

Zu allem Überfluss sind pflanzliche Inhaltsstoffe im Futter auch dafür verantwortlich, dass die Katze alkalischen Urin produziert (hoher PH-Wert)15. Somit ist Trockenfutter nicht nur im Hinblick auf den durch Flüssigkeitsmangel konzentrierten Harn3 für die Ausbildung von Harnsteinen (mit)verantwortlich.

Insgesamt ist also zu sagen, dass pflanzliche Proteine (die im Trockenfutter zuhauf zu finden sind) für die Katze eine mindere Qualität haben als tierische Proteine123544: pflanzliche Inhaltsstoffe sind für die Katze nicht selten gut verdaulich, bieten ihr aber wenig "Mehrwert" verglichen mit tierischen Proteinen. Die Verdaulichkeit pflanzlicher Bestandteile kann durch Kochen erhöht werden, jedoch wird ihre Wertigkeit und Qualität dadurch nicht besser, zumal das Erhitzen des Futters viele andere Inhaltsstoffe "entwertet".

Kohlenhydrate

Die natürliche Beute der Katze - die Maus - besteht nur zu 1-2% aus Kohlenhydraten13323444. Die Katze zieht ihre Energie aus tierischen Fetten (8,5 kcal pro Gramm Fett) und tierischen Proteinen (3,5 kcal pro Gramm Protein)114344. Die in Proteinen und Fetten enthaltenen Aminosäuren werden in der Leber durch spezielle Enzyme zu Glucose verstoffwechselt und gelangen daraufhin ins Blut (sogenannte "Gluconeogenese")81144. Werden mit der Nahrung genügend Fette und Proteine aufgenommen, benötigt die Katze keinerlei Kohlenhydrate, um ihren Energiebedarf zu decken12113443.

Der Abbau von Kohlehydraten beginnt bei Katze nicht im Mund - Ihr fehlt das entsprechende Enyzm (Amylase) dazu - auch im Magen wird sie nicht verstoffwechselt, sondern erst im Dünndarm mit Hilfe von Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse1143. Zudem kann die Katze keine großen Mengen davon verstoffwechseln: die Enzyme Saccharase und Laktase im Darm haben nur eine geringe Aktivität11. Auch die Enzyme in der Leber und Bauchspeicheldrüse arbeiten in gerigem Umfang1113443.

Nur etwa 4-8 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Katze und Tag sollen für die Katze gut verdaulich sein8111445. Bis zu 35% Kohlenhydrate in der Trockenmasse sind für die Ernährung der Katze tolerierbar, ab etwa 40% in der Trockenmasse können sich erste negative Auswirkungen auf die Verdauung (Blähungen, Durchfall) zeigen1811. Größere Mengen pflanzlicher Inhaltsstoffe/Kohlenhydrate beeinflussen die Verdaulichkeit von Mineralstoffen, Proteinen und beeinträchtigen die Energiegewinnung aus dem Futter234111443.

Auch Übergewicht ist eine mögliche Folge von vermehrter Trockenfutter-Fütterung: durch die Zufuhr großer Mengen Kohlenhydrate - die zudem von der Katze schlecht in Energie umgewandelt werden können - zusätzlich zu den "gesunden" Kalorien aus Proteinen und Fetten kann die Katze in ungesundem Maß zunehmen43.

Aminosäuren und Nährstoffe

So manche wichtige Aminosäure und so manchen wichtigen Nährstoff kann die Katze zudem auch nicht aus pflanzlichen Quellen für sich nutzbar machen - sofern sie überhaupt enthalten sind. So ist zum Beispiel die Beta-Aminoethansulfonsäure Taurin für die Katze überlebenswichtig81144, die Katze kann diese nicht aus den Aminosäuren Cystein und Methionin herstellen81145. Taurin ist jedoch - mit Ausnahme der Kaktusfeige - in Pflanzlichem nicht zu finden91444. Vitamin A kann von der Katze nicht aus Beta-Carotin (so liegt es in Pflanzen vor) umgesetzt werden18111444: es muss also in "reiner" Form - und aus tierischen Quellen - mit dem Futter bereitgestellt werden1144. Auch das in Pflanzen enthaltene Tryptophan kann von der Katze nicht in das von ihr benötigte Niacin (Vitamin B3) umgewandelt werden1844. Das fettlösliche Vitamin D kommt - ausgenommen in manchen pflanzlichen Ölen - ausschließlich in tierischem Gewebe vor und kann so der Katze ebenfalls nicht durch pflanzliche Inhaltsstoffe zugeführt werden.

10 der 22 Aminosäuren sind für Katzen essentiell, das heisst, auch sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden311434445. Neben Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin und Tryptophan ist auch die Aminosäure Valin für die Katze wichtig8114344. Futter mit viel pflanzlichem Inhalt soll einen Mangel an den Aminosäuren Methionin und Cystein mit sich bringen: als Folge können sich bei erwachsenen Katzen Hautprobleme zeigen43.

Letztlich ist auch die Menge und Bioverfügbarkeit von Aminosäuren dafür verantwortlich, wie "hochwertig" ein Protein für die Katze ist: es gibt sogenannte "limitierende Aminosäuren", bei Katzen sind dies im Falle von pflanzlichen Proteinen die Aminosäuren Methionin, Lysin und Tryptophan11. Sind diese in zu geringen Mengen im Futter, wird auch die Aufnahme der anderen, wichtigen Aminosäuren behindert1145. In pflanzlichen Inhaltsstoffen sind jedoch häufig nur geringe Mengen dieser Aminosäuren zu finden11.

Das Erhitzen der Nahrung (auch das Extrudieren von Trockenfutter) kann die Wertigkeit und Aufnahme einzelner Aminosäuren und Taurin verschlechtern811.

pflanzliche Fette - Fettsäuren

Fett ist der wichtigste Energielieferant für die Katze714. Eine Maus enthält etwa 20-35% tierisches Fett (in der Trockensubstanz)225. Aufgrund ihres Fettsäure-Profils sind tierische Fette für die Katze wertvoller als pflanzliche Öle7. So ist zum Beispiel die für Katzen äußerst wichtige Fettsäure Arachidonsäure - mit Ausnahme einiger Algenarten11 - nur in tierischem Gewebe in größeren Mengen enthalten. Die Katze kann sie nicht selbst ausreichend aus Linolsäure (in Pflanzen zu großen Mengen enthalten) verstoffwechseln78111444. Nur die in Pflanzen enthaltene Gamma-Linolensäure aus Nachtkerzenöl oder Borretschöl kann sie zu Arachidonsäure81114 "umbauen".

Ebenso sind die Fettsäuren Linolsäure und Gamma-Linolensäure für die Katze essentiell17. Die Katze ist aufgrund fehlender Enyzme (Delta-5-Desaturase und Delta-6-Desaturase) nicht in der Lage, die in Pflanzen vorkommende Alpha-Linolensäure in die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaenyl-Säure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umzuwandeln1743. So sind also tierische Fette für die Gesunderhaltung der Katze unerlässlich. Jedoch kann auch die Verdaulichkeit wertvoller tierischer Fette durch einen hohen Gehalt an Rohfaser im Futter verschlechtert werden3.

geringer Feuchtigkeitsgehalt


Vergleich von Trockenfutter mit Maus und Nassfutter im Hinblick auf den Feuchtigkeitsgehalt

die Grafik zeigt die unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalte von Maus[2,32], Nassfutter[40] und Trockenfutter[39]

Der Feuchtigkeitsgehalt einer Maus liegt bei 70-80%233244, der von Nassfutter bei etwa 65-80%. Trockenfutter dagegen weist nur einen Gehalt an Feuchtigkeit von durchschnittlich 10% auf. Erst ab 14% Feuchtigkeit muss der Gehalt im Futter angegeben werden3745 - Futter, bei dem dieser Gehalt nicht angegeben ist, hat dementsprechend immer einen niedrigeren Feuchtigkeitsgehalt. Die Vorfahren der Katze waren/sind als Wüstenbewohner auf die Flüssigkeitsaufnahme mit der Nahrung angewiesen. Auch unsere heutigen Hauskatzen haben sich in dieser Hinsicht nicht verändert.

Eine Katze, die nur mit Trockenfutter ernährt wird, nimmt nicht genügend Flüssigkeit auf, um ihren Bedarf zu decken1543 (siehe auch "..aber meine Katze trinkt doch genug!?") . Statt entsprechend mehr zu trinken, konzentriert die Katze ihren Harn135812, als Folge davon zeigen sich vor allem Harnsteine1512, aber auch Nierenerkrankungen. Ein Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 53% - besser noch 73% - in der Nahrung der Katze minimiert dieses Risiko51315. Desweiteren ist auch der (meist) geringe Anteil an hochwertigen tierischen Proteinen im Trockenfutter ein weiterer Risikofaktor für die Bildung von Harnsteinen: je höher der Proteingehalt eines Futtermittels ist, umso mehr Wasser nimmt die Katze auf und erhöht damit ihr Harnvolumen5.

Schimmelpilze, Futtermilben, Salmonellen und Allergieauslöser

In den Verpackungen von Trockenfutter "verstecken" sich nicht nur die Zutaten, die auf der Verpackung aufgelistet sind, sondern auch noch einige andere, die sich aufgrund der Zusammensetzung des Futters erst allmählich entwickeln können. So sind die pflanzlichen Inhaltsstoffe dieses Futters leider anfällig für die Entwicklung von Schimmelpilzgiften2930. Die Tatsache, dass Trockenfutter oft bei Zimmertemperatur und häufig auch ganztätig offen zur Verfügung steht, erleichtert Schimmelpilzen die Vermehrung. Noch mehr kann das Befeuchten des Trockenfutters diese Entwicklung beschleunigen. Denn Schimmelpilze haben es gern warm und feucht.

Auch, wenn viele Menschen nur rohem Fleisch diese Eigenschaft zuweisen, wurden in der Vergangenheit ebenfalls in Trockenfutter Salmonellen nachgewiesen28. Einige der betroffenen Sorten wurden gar aufgrund des massiven Befalls vom Hersteller zurück gerufen27. Viele pflanzliche Bestandteile, die in Trockenfutter enthalten sind, lösen zudem bei manchen Katzen Allergien aus. Auch Futtermilben26 und die verwendeten chemischen Zusatzstoffe können allergieauslösend sein.

langfristige gesundheitliche Folgen von Trockenfutter-Fütterung

Da die Katze wie bereits erwähnt, auf tierische und nicht pflanzliche Bestandteile ihrer Nahrung angewiesen ist und Trockenfutter eine hohe Menge dieser pflanzlichen Inhaltsstoffe mit sich bringt, kann eine langfristige, alleinige Verfütterung von Trockenfutter die Katze krank machen. Besonders häufige Erkrankungen sind dabei: Nierenleiden, Harnsteine, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Übergewicht, Diabetes mellitus und Allergien.

Durch die hohe Menge an Kohlenhydraten im Trockenfutter, die von der Katze nicht in ausreichendem Maß verwertet werden, sind Übergewicht und Diabetes, sowie Bauchspeicheldrüsenerkrankungen die Folge. Der hohe pflanzliche Anteil, sowie der geringe Feuchtigkeitsgehalt fördert Nierenleiden und Harnsteine. Auch die Tatsache, dass pflanzliche Inhaltsstoffe den PH-Wert des Urins beeinflussen, ist ein weiterer Faktor zur Entstehung von Harnsteinen wie Struvit oder Oxalat.

Diese gesundheitlichen Folgeschäden sind oftmals nicht mehr heilbar, sondern können nur noch gelindert werden. Nicht jeder Katze sieht man diese Folgeerkrankungen auch an: viele Katze zeigen keinerlei Anzeichen, bis die Krankheit derart fortgeschritten ist, dass sie erhebliche Schäden angerichtet hat.

Inhaltsstoffe von Trockenfutter

  • "Geflügel"/"Rind"/"Thunfisch"/"Geflügelfleisch"/"Rindfleisch" usw.: diese Angabe sagt aus, dass das Produkt Fleisch und Nebenerzeugnisse vom angebegenen Tier enthält53. Welche Nebenerzeugnisse verarbeitet werden kann mit dieser Angabe nicht bewertet werden. Es kann sich sowohl um "gute" Nebenerzeugnisse (wie Leber, Herz, Nieren), wie auch um "schlechte" Nebenerzeugnisse (wie Schlachtabfälle) handeln. Sind die Nebenprodukte in der Inhaltsanalyse nicht näher erläutert, werden meist Letztere verwendet .
  • frisches Geflügelfleisch"/"frisches Rindfleisch" usw.: Diese Angabe sagt aus, dass Fleisch und Nebenerzeugnisse vom angegebenen Tier enthalten sind54. Dieses Fleisch wird im rohen, unverarbeiteten Zustand gewogen und findet so Aufstellung in der Deklaration. Da durch die Trocknung das Fleisch viel an Masse verliert, kann es durchaus sein, dass das Futter zu einem höheren Maße aus anderen Bestandteilen besteht, als die Verpackung suggeriert.
  • "Geflügel(fleisch)mehl"/"Rind(fleisch)mehl" bzw. "getrocknetes Geflügelfleisch"/ "getrocknetes Rindfleisch" usw.: diese Angabe sagt aus, dass getrocknete und zermahlene Körper und Körperteile der angegebenen Tierart enthalten sind. Es kann also Fleisch, Knochen und Innereien enthalten. Dieser Anteil sollte möglichst frei von Federn, Borsten, Haaren, Horn , Magen- und Darminhalt sein und einen Rohproteingehalt von min. 50% in der Trockenmasse aufweisen52.
  • "Geflügelmehl": diese Angabe sagt aus, dass getrocknete und zermahlene Nebenerzeugnisse vom Geflügel enthalten sind. Fleisch ist in diesem Anteil nicht enthalten52.
  • "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse"/"Fisch und Fischnebenerzeugnisse": diese Angabe sagt aus, dass Fisch bzw. Fleisch und entsprechende Nebenerzeugnisse enthalten sind. Welche Nebenerzeugnisse und in welcher Menge sie enthalten sind, kann mit dieser Angabe nicht bewertet werden51.
  • "pflanzliche Nebenerzeugnisse"/"pflanzliche Nebenprodukte": diese Angabe sagt aus, dass dieser Anteil des Futters Abfallprodukte der Pflanzenverarbeitung enthält. Dies können Schalen von Hülsenfrüchten, Stroh, Holzabfälle und Gemüseabfälle sein. "Richtige" Pflanzen oder Gemüse enthält dieser Anteil nicht. Hinter diesem Begriff verstecken sich zudem auch viele zuckerhaltige Inhaltsstoffe51.
  • "getrocknete Geflügelproteine" bzw. "dehydrierte Geflügelproteine" bzw. "Geflügelproteine hydrolisiert"usw.: tierische Proteine, die durch Wärme, Druck und/oder Bearbeitung mit Bakterien, Enymen oder chemischen Prozessen gewonnen werden53.
  • "pflanzliche Eiweißextrakte" usw.: Pflanzen und planzliche Nebenerzeugnisse, welche derart verarbeitet worden sind, dass sie einen Anteil von min. 50% Rohprotein in der Trockenmasse aufweisen51.




Vorurteile und Fakten rund um Trockenfutter

..aber meine Katze trinkt doch genug!?


Dieses Bild soll den Erhaltungebedarf an Flüssigkeit der Katze den Mengen gegenüberstellen, die die Katze bei der Ernährung mit Trockenfutter[39] und Nassfutter[40] trinkt - ausgegangen wird von einer 4-Kilo-Katze und einer Tagesration von 55g Trockenfutter (90% Trockensubstanz) bzw. 200g Nassfutter (20% Trockensubstanz) - siehe Rechnung im folgenden Text

Katzen sind als ehemalige Wüstenbewohner auf die Flüssigkeitsaufnahme mit der Nahrung angewiesen. Trockenfutter enthält weniger als 14% Feuchtigkeit3745 - im Gegensatz zur Maus mit 70-80% Feuchtigkeit233244. Für die Katze kann dies gesundheitliche Auswirkungen haben. Besonders häufig treten Harnsteine und Nierenerkrankungen auf. Viele Katzenhalter sind der Meinung, dass ihre Katze ausreichend trinke und dass das bloße Anbieten von ausreichend Flüssigkeit ausreichen würde, um einen Mangel auszugleichen. Auch Futterverkäufer und -Hersteller suggerieren dies.

Bekommt die Katze die benötigte Flüssigkeit nicht bereits über die Nahrung, konzentriert sie in der Regel erst ihren Harn, bevor sie ausreichend zusätzlich trinkt512. Je mehr Wasser über das Futter aufgenommen wird, umso weniger trinkt die Katze. Eine Katze, die ausschließlich mit Nassfutter ernährt wird, nimmt den größten Anteil ihres Bedarfs bereits über die Nahrung auf und trinkt nur etwa 20ml zusätzlich36. Untersuchungen zeigen, dass die Katze selbst dann, wenn sie vermehrt trinkt, nicht die Flüssigkeitsaufnahme erreichen kann als würde sie Nassfutter fressen5.

So wird beispielsweise bei reiner Trockenfutter-Fütterung nur 54% des aufgenommenen Wassers als Urin ausgeschieden, bei Nassfutter sind es 67%5. Ein Grund dafür ist, dass für die Ausscheidung von Kot bei Trockenfutter-Fütterung mehr Wasser verbraucht wird5. Häufig wird dem Trockenfutter Salz (Natrium und/oder Chlorid) hinzugefügt, um die Katze zu vermehrter Flüssigkeitsaufnahme zu bewegen5. Dabei kann auch eine zu hohe Menge an Flüssigkeit ungesund für die Katze sein (maximal 100ml/KG Körpergewicht36).

Dass eine Katze - selbst, wenn sie wollte - gar nicht so viel trinken kann wie sie es bei ausschließlicher Trockenfutter-Fütterung müsste, soll diese einfache Beispielrechnung zeigen:

Eine Katze benötigt pro Kilogramm Körpergewicht etwa 50-60ml Wasser pro Tag111416. Mit dem Trockenfutter nimmt sie etwa 10% Flüssigkeit auf39 - je nach Feuchtigkeitsgehalt des Futters. Geht man von 4-Kilo-Katze und einer Tagesration von 55g Trockenfutter für die Katze aus39, sind dies 5,5ml Flüssigkeit. Untersuchungen zeigen, dass Katzen etwa das 2,5fache der Trockenmasse ihrer Nahrung an Flüssigkeit aufnehmen11. Dies wären 123,75 ml (90% von 55 = 49,5 x 2,5).

Als 4-Kilo-Katze müsste sie ingesamt mindestens 200ml Flüssigkeit zu sich nehmen, um gesund zu sein. Durch das Trockenfutter erhält sie 5,5ml, zusätzlich trinkt sie 123,75ml: sie nimmt also insgesamt nur 129,25ml auf und hat damit einen Mangel von 70,75ml - mehr als ein Viertel ihres Erhaltungsbedarfs!

Ist Trockenfutter gut für die Zähne?

Kaubewegung Katze

Animation der Kaubewegungen einer Katze

Heutzutage müssen selbst die Futtermittelhersteller zugeben, dass herkömmliches Trockenfutter keinen zahnreinigenden Effekt hat - übersetztes Zitat23: "Handelsübliche Trockenfutter zerbröseln sofort, wenn sie gekaut werden, sie unterstützen die Zahngesundheit kaum bis gar nicht."

Untersuchungen ergaben, dass vor allem spezielle Kauprodukte - mit einer speziellen Textur und Zusammensetzung - in Verbindung mit manuellem Zähne-Putzen durch den Halter die Zahngesundheit von Hunden und Katzen erhalten. Trockenfutter allein konnte kein/geringerer Nutzen nachgewiesen werden11171922232431.

Es gibt auch vereinzelte (ältere) Untersuchungen zu diesem Thema, die zu einem anderen Schluss kommen21, jedoch ist der heutige wissenschaftliche Stand der, dass normales Trockenfutter nicht ausreichend zur Zahnreinigung beiträgt.

Dies ergibt sich allein schon aus der Anatomie des Katzengebisses: die Katze hat Reiss-, Schneide- und Backenzähne, welche ein sogenanntes "Scherengebiss" bilden. Mit diesem Scherengebiss ist die Katze in der Lage, größere Stücke Fleisch aus ihrer Beute zu reißen und sie grob zu zerkauen. Sie hat keine Mahlzähne, um Nahrung zu zermahlen. Zudem erlaubt der Aufbau des Gebisses keine Seitwärtsbewegungen, die für ausgiebiges Kauen nötig wären.

..meine Katze ist mit Trockenfutter aber alt geworden und ist (noch) gesund!?

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Katze beträgt 15-20 Jahre. Nicht alle Katzen, die ungesund ernährt und/oder gehalten werden, werden krank oder zeigen körperliche Anzeichen für Krankheiten. Manche Katzen sind gar anfälliger als andere und wiederrum andere werden auch unter den schlechtesten Bedingungen nicht oder selten krank.

Besonders fatal ist es allerdings, dass sich beispielsweise Nierenkrankheiten - die häufigste Krankheit bei mit Trockenfutter gefütterten Katzen - erst dann in der Blutuntersuchung zeigt, wenn bereits 75-85% der Nieren irreparabel geschädigt sind14. Der Halter bemerkt also erst dann etwas, wenn es bereits zu spät ist. Aber auch wenn die Katze nicht erkrankt, ist dies kein Argument für Trockenfutter. Aus dem Erfahrungsschatz von uns Menschen ist bekannt, dass Jene mit einer ungesunden Lebensweise durchaus alt und gesund sein können. Dies macht eine ungesunde Ernährung aber nicht gut oder gesund oder sollte ein Grund zur Nachahmung sein. Sie ist nicht erst dann ungesund, wenn sich auch Krankheitsanzeichen dafür zeigen, sondern bereits lange vorher.

..meine Katze frisst kein Nassfutter, also bekommt sie Trockenfutter!?

Tatsächlich ist die Futterumstellung von Katzen, die nur Trockenfutter gewohnt sind oft sehr schwierig. Durch die im Trockenfutter enthaltenen Geschmacksverstärker, chemischen Aromen und andere Zusätze riecht das Futter für die meisten Katzen derart intensiv und "lecker", dass sie Nassfutter und rohes Fleisch - das weniger riecht - verweigern. Katzen entscheiden vor allem "über die Nase", was und ob sie fressen wollen und so mancher Stubentiger hat seinen Halter bei der Umstellung schon zum Verzweifeln gebracht.

Und unserem Inhaltsbereich "Futterumstellung" finden sich Tipps zur Umstellung. Wichtig sind Geduld, Durchhaltevermögen und Konsequenz. Der Halter sollte sich vor Augen führen, dass ungesundes Futter nicht durch den Fakt, dass die eigenen Katzen es gern fressen, zu gesundem Futter wird.

getreidefreies Trockenfutter ist gut


Dieses Bild soll die Unterschiede zwischen den Inhaltsstoffen von Maus [2,32], herkömmlichem (getreidehaltigen) "Supermarkt-Trockenfutter" [38] und getreidefreiem Trockenfutter [39] zeigen
die Werte wurden zur besseren Vergleichbarkeit auf die Trockensubstanz umgerechnet

Einige wenige Hersteller bieten spezielles, getreidefreies Trockenfutter an. Dieses enthält zwar kein Getreide, in der Regel aber trotzdem in großen Mengen pflanzliche Zutaten wie Rübenschnitzel, Kartoffeln, Beeren oder Karotten. Der reine Fleischanteil dieser Marken ist häufig nicht höher als der in "normalem" Trockenfutter, der Kohlehydratgehalt häufig ebenso wenig artgerecht für die Katze.

Mit dem Kauf dieser Marken sind also die grundlegenden Probleme der Trockenfutter-Fütterung wie mögliches Übergewicht, Nieren- und Harnwegserkrankungen oder eine zu geringe Proteinmenge nicht beseitigt. Lediglich eine Allergie durch Getreide wird verhindert.

Trockenfutter hat eine hohe Energiedichte!?


Dieses Bild soll die Unterschiede zwischen den Inhaltsstoffen von (getreidefreiem) Nassfutter [40], Maus [2,32], getreidehaltigem Trockenfutter und getreidefreiem Trockenfutter [39] zeigen

Hersteller, Werbeversprechen und Trockenfutter-Befürworter führen nicht selten das Argument an, Trockenfutter hätte eine hohe Energiedichte. Um dieses Argument zu bewerten sollte man zunächst hinterfragen, was genau mit dem Wort "Energiedichte" gemeint ist. Als Energiedichte wird der im Futter enthaltene Kaloriengehalt bezeichnet. Wenn also eine hohe Energiedichte angepriesen wird, heißt dies nichts anderes als "viele Kalorien". Ein vorteilhaft ausgedrückter Begriff, der leider sehr schnell ins Negative kippen kann.

Im Bereich "Trockensubstanz, Kohlenhydrate und Energiedichte ausrechnen" wird beschrieben, wie man den tatsächlichen Energiegehalt eines Futters ausrechnen kann. Die erwachsene Katze benötigt durchschnittlich etwa 40-60kcal pro Kilogramm Körpergewicht11, ne nach Alter, Größe, Gesundheit und Aktivität. Trockenfutter enthält einen höheren Gehalt an Kalorien. Von ihm ist bereits eine geringe Menge nötig, um den Tagesbedarf der Katze zu decken. Das Nassfutter muss zu einem hören Anteil verfüttert werden, um den Tagesbedarf an Kalorien zu decken.

Diese Art der Verfütterung ist natürlich bequem, kann jedoch zu Übergewicht führen. Ist der tägliche Kalorienbedarf der Katze abgedeckt, so muss dies nicht automatisch auch bedeuten, dass die Katze keinen Hunger mehr hat bzw. nicht mehr frisst oder einfordert. Da Trockenfutter oft nicht genau abgewogen, sondern nach "Augenmaß" und Hungergefühl der Katze verfüttert wird, können sich schnell viele Kalorien ansammeln. Bereits ein Teelöffel Trockenfutter mehr am Tag kann so langfristig zu gesundheitsschädlichem Übergewicht führen.

Ich füttere Trockenfutter, weil ich den ganzen Tag außer Haus bin und meine Katze nicht hungern soll

Viele Katzenhalter entscheiden sich dafür, ihrer Katze ganztägig Trockenfutter zur Verfügung zu stellen, weil sie berufstätig/lange außer Haus sind. Sie haben Sorge, dass die Katze in der Zwischenzeit nicht genug zu futtern bekommt und möchten kein Nassfutter anbieten, weil es verderben oder vertrocknen könnte. Auch, wenn sie sich bewusst sind, dass dies keine gesunde Lösung für die Katze ist, scheint eine andere Lösung nicht möglich.

Dazu muss man sagen, dass die Katze auch in der Natur nicht jederzeit an Nahrung kommt. Nur etwa jede dritte Jagd auf Beute ist auch erfolgreich. Futter ganztägig zur Verfügung zu stellen kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Katze übergewichtig und mäkelig wird und ihr natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl verliert. Die Katze muss und sollte also nicht den ganzen Tag Futter zur freien Verfügung haben.

Stattdessen ist es sinnvoller, zwei oder drei geregelte Mahlzeiten am Tag einzuführen. Dabei sind diese Mahlzeiten nicht an feste Uhrzeiten, sondern Rituale geknüpft. Das morgentliche Aufstehen, der Gang zur Tür hinaus, das abendliche Wiederkehren und das zu-Bett-gehen eignen sich hervorragend, um die Mahlzeiten der Katze daran auszurichten.

Stellt man der Katze noch einmal Futter hin, wenn man das Haus verlässt, reicht ihr dies durchaus in Abwesenheit des Halters. Sie wird sich ihre Mahlzeiten sowieso einteilen, denn Katzen sind Häppchen-Fresser, die nicht sofort den ganzen Napf leeren, sondern sich auch für später oft noch etwas übrig lassen.

Im Zweifelsfall hilft das Aufstellen eines Futterautomaten mit Zeitschaltuhr und Kühlakku, damit die Katze auch während der Abwesenheit der Halters immer frische Mahlzeiten erhält und nicht hungern muss.

Nieren- und Blasenprobleme durch Trockenfutter?

Aufgrund des geringen Wasseranteils (durchschnittlich etwa 7-13%) im Trockenfutter kann die Katze ihren Flüssigkeitshaushalt nicht regulieren12. In der Natur decken Katzen ihren Wasserbedarf fast ausschliesslich über die Nahrung und trinken nur sehr wenig. Wird der Katze nur Trockenfutter angeboten, nimmt sie zu wenig Flüssigkeit auf, was Erkrankungen der Nieren, der Blase und Harnwege verursachen oder begünstigen kann12. Auch das Risiko eines Rückfalls ist mit der ausschließlichen Verfütterung von Trockenfutter deutlich erhöht12.

Studien belegen, dass bei ausschließlich mit Trockenfutter ernährten Katzen ein 4-5 mal höheres Risiko besteht an Harnwegserkrankungen zu leiden als bei Katzen12, die beispielsweise mit Nassfutter oder Barf gefüttert werden. Auch eine gemischte Fütterung der Futterarten reduziert dieses Risiko beträchtlich, aber eben nicht gänzlich. Zusätzlich kommt hinzu, dass Getreide und pflanzliche Bestandteile die Nierenfunktion und den PH-Wert des Urins beeinflussen, weswegen eine Katze, die an Nierenproblemen oder Harnsteinen leidet, Futter mit einem (hohen) Getreide- und Pflanzenanteil meiden sollte.

Trockenfutter bei Diabetes, Harnsteinen und Harnwegserkrankungen?

Der tierärztliche Rat, spezielles Trockenfutter bei Diabetes, Nieren- oder Blasenerkrankungen einzusetzen, ist leider genauso verbreitet wie gefährlich. Niere und Blase der Katze müssen auch im gesunden Zustand gut durchspült werden, um ihre Funktion zu unterstützen. Da Trockenfutter die entsprechende Flüssigkeitsaufnahme nicht unterstützt, kann es dies nicht gewährleisten. Bei bereits von Nieren- oder Blasenerkrankungen betroffenen Katzen kann dies schlimme Auswirkungen auf den Verlauf und die Heilung der Krankheit haben oder gar ganz verhindern.

Zwar sind diese speziellen Diätfuttermittel von ihrem Nährstoffbedarf besser als handelsübliches Futter an Nieren- oder Blasenerkrankungen angepasst, jedoch lassen sich diese Anpassungen auch in Nassfutter finden oder gar selbst (zum Beispiel mit Rohfütterung) umsetzen. Der hohe Getreideanteil des Trockenfutters beeinflusst die Nierenfunktion, den PH-Wert des Urins und die Insulinproduktion, was eine konsequente, erfolgreiche Behandlung unnötig erschwert oder dem sogar gänzlich entgegen wirkt.

Auch, wenn der Zusammenhang zwischen Entstehung von Diabetes und Trockenfutter-Fütterung umstritten ist435, wird bei bereits erkrankten Tieren von einer Ernährung mit Trockenfutter abgeraten. Ebenso wurde bereits untersucht, dass sich Futterrationen mit niedrigem Kohlehydrat- und hohem Proteingehalt - im Gegensatz zu Futterrationen mit hohem Fasergehalt - positiv auf die benötigte Insulinmenge auswirken (bis zu 50% weniger Insulin benötigt)4.

Trockenfutter bei Durchfall?

Oftmals wird Trockenfutter leider bei Durchfallerkrankungen eingesetzt. Dies ist jedoch nur Symptombehandlung: Dadurch, dass dem Körper der Katze zur Verwertung des Futters Wasser entzogen wird, wird auch der Durchfall vermindert oder beseitigt11. Es befindet sich einfach nicht genug Wasser in der Nahrung und der Kot wird dadurch zwangsläufig fester. Besser ist es, die Katze auf die Ursachen von Durchfall (Futtermittelunverträglichkeit , Parasiten) zu untersuchen und zu behandeln.

Trockenfutter bei Übergewicht?

Katzenhalter mit übergewichtigen Katzen suchen oft nach einer bequemen Lösung, der eigenen Katze beim schnellen "Abspecken" zu helfen und landen nicht selten bei "speziellen" Diäten auf Trockenfutter-Basis. Einerseits kann da - kurzsichtig gedacht - Trockenfutter durchaus hilfreich sein, andererseits ist es keine gesunde und effektive Lösung für die Katze. Solche Reduzierdiäten weisen häufig einen niedrigen Fett- und hohen Rohfasergehalt auf4647484950. Die eingesetzten pflanzlichen Inhaltsstoffe (auch als "diätische Fasern" bezeichnet) dienen als preiswerter "Sattmacher": sie sollen das Futtervolumen in Magen und Darm erhöhen und damit satt machen11.

Der Kohlenhydratgehalt solcher Futter ist in der Regel sehr hoch (= viele unnütze Kalorien), nur die Kalorien des Fettgehalts werden eingespart. Da die Katze (auch die übergewichtige) aber vor allem auf Energie aus tierischen Fetten und nicht aus Kohlenhydraten angewiesen ist, kann sich die Zusammensetzung solcher Futter sogar negativ auf den Abnehmerfolg auswirken: die Katze braucht Energie, um überschüssiges Körperfett abzutrainieren. Wird ihr diese nicht ausreichend über die Nahrung zugeführt, kann sie träge und faul werden - mehr Bewegung ist somit nicht möglich

Zudem kann auch der niedrige Feuchtigkeitsgehalt von Trockenfutter beim Abnehmen hinderlich sein. Ein Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 40% soll beim Abnehmen helfen33. Auch die vielen pflanzlichen Bestandteile des Trockenfutters machen es zu einem sehr ungesunden Diätfutter für die Katze. Besser sind hier hochwertiges Nassfutter und mehr Bewegung - mehr dazu im Bereich "Gewichtsprobleme"


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Quellen/weiterführende Infos

1: "Skript für Studierende der Veterinärmedizin an der Universität Zürich",2004 www.gwsystems.com (.pdf-Download)

2: "Literaturstudie über die Verdaulichkeit von Energie und Nährstoffen bei wilden carni- und omnivoren Säugetieren als Grundlage für Energiewertschätzungen im Futter" edoc.ub.uni-muenchen.de (.pdf-Download)

3: "Einfluss unterschiedlicher Proteinqualität und –quantität auf die Zusammensetzung und den Energiegehalt des Urins bei der Katze" www.zora.uzh.ch (.pdf-Download)

4:"Der Stoffwechsel von mit Trockenfutter ernährten Katzen bei Gewichtsreduktion bzw. Gewichtskonstanz": www.zora.uzh.ch (.pdf-Download)

5: "Untersuchung zum Einfluss der Proteinqualität und –quantität im Futter auf die Harnzusammensetzung bei der Katze" elib.tiho-hannover.de (.pdf-Download)

7: "Fatty acid metabolism in domestic cats (Felis catus) and cheetahs (Acinonyx jubatas)" journals.cambridge.org

8: "Ernährungsberatung in der Kleintierpraxis", Natalie Dillitzer

9: "Taurine concentrations in animal feed ingredients; cooking influences taurine content." pdes-net.org (.pdf-Download)

10: "Maillard reaction products in purified diets induce taurine depletion in cats which is reversed by antibiotics." www.ncbi.nlm.nih.gov


11: "klinische Diätetik für Kleintiere", Hand/Thatcher/Renillard, 2003

12: "Epidemiologische und laborexperimentelle Untersuchungen zur Urolithiasis bei Katzen" edoc.ub.uni-muenchen.de

13: "Association between dietary factors and calcium oxalate and magnesium ammonium phosphate urolithiasis in cats." www.ncbi.nlm.nih.gov

14: Buch "Krankheiten der Katze", Schmidt/Horzinek, 2015

15: "Effect of dietary water intake on urinary output, specific gravity and relative supersaturation for calcium oxalate and struvite in the cat" journals.cambridge.org

16: Buch "Katzenkrankheiten: Klinik und Therapie", Band 1

17: "The impact of home-prepared diets and home oral hygiene on oral health in cats and dogs": journals.cambridge.org

18: "Relationship between diet, dental calculus and periodontal disease in domestic and feral cats in Australia.": www.ncbi.nlm.nih.gov

19: "Effects of a dental food on plaque accumulation and gingival health in dogs.": www.ncbi.nlm.nih.gov

20: "Oral health assessment in dogs: study design and results.": www.ncbi.nlm.nih.gov


21: "Influence of Diet on Oral Health in Cats and Dogs": jn.nutrition.org

22: "Reduction in accumulation of plaque, stain, and calculus in dogs by dietary means.": www.ncbi.nlm.nih.gov

23: "Update Key Points Technical Information Services on evidence-based clinical nutrition": www.hillsvet.com (.pdf-Download)

24: "Nutritional Support of the Dental Patient: an Overview": www.hillscampus.it (.pdf-Download)

25: "NUTRIENT COMPOSITION OF WHOLE VERTEBRATE PREY (EXCLUDING FISH) FED IN ZOOS": www.nal.usda.gov (.pdf-Download)

26: "Vorkommen und Bedeutung von Vorratsmilben": www.laboklin.de (.pdf-Download)

27: "Recalls & Withdrawals": www.fda.gov

28: "Pet Food and Treats—Tips for Keeping People and Pets Healthy and Safe from Salmonella": www.cdc.gov

29: "Cornell animal hospital caring for dogs poisoned by contaminated commercial food that has killed several pets": www.news.cornell.edu

30: "Determination of moulds and mycotoxins in dry dog and cat food using liquid chromatography with mass spectrometry and fluorescence detection.": www.ncbi.nlm.nih.gov


31: "Effect of a dental chew on dental substrates and gingivitis in cats.": www.ncbi.nlm.nih.gov

32: "Reinventing the Mouse – nutritional analysis of mice": tcfeline.com

33: "The effects of increasing water content to reduce the energy density of the diet on body mass changes following caloric restriction in domestic cats": onlinelibrary.wiley.com

34: "CATS AND CARBOHYDRATES — WHAT ARE THE CONCERNS?": www.hillsvet.com (.pdf-Download)

35: "Dry foods and risk of disease in cats": www.ncbi.nlm.nih.gov

36: "Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze", 2.Auflage: 2013

37: "Leitfaden zur Kennzeichnung von Einzelfuttermitteln und Mischfuttermitteln": www.regierung.oberbayern.bayern.de (.pdf-Download)

38: Produkt "Whiskas Adult Huhn"

39: Produkt "Orijen Huhn Cat & Kitten"

40: Produkt "MACs Cat Hähnchen pur"


41: "Domestic Cat Predation on Wildlife": www.mammal.org.uk (.pdf-Download)

42: "Die Beute einer Hauskatze (Felis Catus) aus 10 Jahren": www.zfmk.de (.pdf-Download)

43: "Besonderheiten im Nahrungsverhalten der Katze": www.almonature.de

44: "Fleisch, für die Katze essentiell, für den Hund normal - Ernährungsphysiologische Besonderheiten": www.agroscope.admin.ch (.pdf-Download)

45: "Supplemente zu Vorlesungen und Übungen in der Tierernährung", Kamphues, 2004

46: Produkt "Hill´s Prescription Diet™ Feline r/d™"

47: Produkt "Hill´s Prescription Diet™ Feline w/d™"

48: Produkt "Hill´s Prescription Diet™ m/d™ Feline"

49: Produkt "Hill´s Prescription Diet™ Metabolic Feline"

50: Produkt "Royal Canin Light Weight Care"


51: "Gruppen von Einzelfuttermitteln, deren Angabe die Angabe von Einzelfuttermitteln bei der Kennzeichnung von Mischfuttermitteln für Heimtiere ersetzt" www.gesetze-im-internet.de

52: "Verordnung (EU) Nr. 242/2010 der Kommission vom 19. März 2010 zur Erstellung eines Katalogs der Einzelfuttermittel" eur-lex.europa.eu

53: "Verordnung (EU) Nr. 68/2013 der Kommission vom 16. Januar 2013 zum Katalog der Einzelfuttermittel" eur-lex.europa.eu

54: "Berichtigung der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 mit spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs" www.qgv.at (.pdf-Download)