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Nahrungsergänzung

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 17.10.2015

Viele Lebensmittel, die wir als Halter täglich verzehren, können auch der Katze gut tun. Es gibt zahlreiche, auch speziell auf die Katze abgestimmte Nahrungszusätze, einige davon sind unnütz (z.B. Katzenwasser, Katzenmilch, Katzenpudding), weshalb hier nur auf die wirklich nützlichen eingegangen werden soll:

Bierhefe

Bierhefe (z.B. in Tablettenform) ist gut für die Haut und das Fell der Katze. .

Lachsöl

Lachsöl enthält wichtige Omega-3-und 6-Fettsäuren und ist gut für Herz und Kreislauf, es können 1-2 Kapseln pro Woche gegeben werden. Durch die Gabe von Lachsöl verbessert sich auch das Fell und wird glänzender.

Taurin

ist eine weitere Nahrungsergänzung, die nicht nur nützlich, sondern sogar erforderlich ist, sofern im Hauptfutter nicht genug enthalten ist. Taurin ist - vereinfacht gesagt - eine Aminosäure die anderen Stoffen das Eindringen in die Blutbahn erleichtert. Es ist sowohl gut für den Flüssigkeitshaushalt der Katze als auch für das Sehvermögen und die Herzfunktion. Es hilft der Leber schädliche Stoffe abzubauen und unterstützt den Fettstoffwechsel. Zu beziehen ist Taurin in verschiedenen Tiernahrungsmärkten und Onlineshops.

Bei der Gabe von Taurin ist zu beachten, dass es unverdünnt reizend ist und deshalb nur in Wasser aufgelöst über das Futter gegeben werden sollte.

Eigelb / Eiklar

Ein frisches, rohes Eigelb kann man einmal pro Woche zufüttern, um ein schönes Fellkleid zu erhalten. Vorsicht bei rohem Eiklar: In rohem Eiklar ist das Protein "Avidin" enthalten, es verhindert die Aufnahme des Vitamins "Biotin" (Vitamin H). Aus diesem Grund sollte Eiklar allein nicht roh, sondern nur gekocht an die Katze verfüttert werden. Werden Eiklar und Eiweiß gemeinsam gefüttert, ist ein Mangel an Biotin nicht zu erwarten: der Gehalt an Avidin im Eiklar zerstört nicht die ganze Menge an im Eigelb enthaltenen Biotin.

Fisch

Bei Fisch sollte man darauf achten, dass er in großen Mengen nicht öfter als einmal die Woche angeboten wird. Fisch enthält sehr viel Vitamin D, welches fettlöslich ist, in der Leber der Katze gespeichert wird und dementsprechend überdosiert werden kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass bestimmte Fischarten roh verfüttert werden können, andere sollten - sofern sie in größeren Mengen verfüttert werden - besser erhitzt (gekocht,gebraten) werden, bevor sie im Napf der Katze landen. Der Grund dafür ist das Enyzm "Thiaminase", welches das in der Nahrung enthaltene Thiamin (Vitamin B) zerstört und so bei langfristiger Fütterung in großen Mengen zu Mangelerscheinungen führt. Betreffende Fischsorten sollten nur deswegen entweder nur erhitzt oder in geringen Mengen verfüttert werden. Fische, die wenig Thiaminase enthalten - also auch roh für die Katze geeignet sind - sind beispielsweise: Aal, Barsch, Forelle, Hecht, Heilbutt, Lachs, Kabeljau, Scholle, Seezunge und Sprotte.

Wird der Fisch roh angeboten, so können eventuell enthaltene Gräten im Fisch belassen werden. Wird der Fisch jedoch erhitzt, so sind enthaltene Gräten zu entfernen, da sie ebenso wie Knochen durch die Erhitzung spröde werden und Verletzungen bei der Katze hervorrufen können.

rohes Fleisch/Eintagsküken/Mäuse/Innereien

Sofern man die Katze nicht zum großen Teil mit "Gebarftem" füttert, ist eine Gabe von etwa 20% rohem Fleisch ohne Zugabe von Supplementen unter bestimmten Umständen möglich. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass zwischen Rohem und Fertigfutter etwa 4 Stunden Zeit liegen, da die Verdauungszeit der beiden Futterarten unterschiedlich ist. Ratsam ist es, alle 5 Tage einen "Rohfüttertag" einzurichten, bei dem Innereien oder Fleisch wie z.B. Hähnchenherzen, Putenhälse, Eintagsküken, Frostmäuse oder dergleichen gegeben werden können. Es sollte jedoch vorsichtshalber kein Schweinefleisch aus unsicherer Quelle gegeben werden (siehe b.a.r.F).

Wird über einen längeren Zeitraum 20% der Futtermenge an rohem Fleisch verfüttert, so sollte mindestens ein Kalziumpräparat zum Fleisch (pro Kilo Fleisch entweder 5g Eierschalenpulver oder 5g Calciumcarbonat oder 9gr Calciumcitrat) gegeben werden. Wird mehr als 20% der Gesamt-Futtermenge roh verfüttert, so ist es zwingend notwendig, alle von der Katze benötigten Mineralstoffe in die Mahlzeit zu bringen.

Hähnchenflügel können im Ganzen, auch mit Knochen verfüttert werden, sollten jedoch wirklich roh und nicht gekocht oder gebraten angeboten werden, da gekochte Knochen zu sehr splittern und die Verletzungsgefahr dabei zu hoch ist! Selbstverständlich sollte das verfütterte Fleisch nicht mariniert oder gewürzt sein.

Futtertiere wie Mäuse, Ratten, Küken usw. sind als Frostware in vielen Tierfachmärkten und Barf-Shops erhältlich. Sie können als gesunder, ausgewogener Snacks für die Katze betrachtet werden. Es ist möglich, der Katze mehrere Küken pro Tag zu geben (ohne den Dottersack ausdrücken zu müssen, mehr dazu im Blogartikel "Muss ich beim Küken den Dottersack ausdrücken?").

Katzengras

Zusätzlich zum normalen Futter kann man Katzengras anbieten, um den Abgang verschluckter Haare für die Katze zu erleichtern. Dabei benötigt man noch nicht einmal unbedingt als "Katzengras" ausgewiesene Samen, es reicht einfaches Weizen-, Gerste und Hafergras. Durch die Aufnahme von Gras kann die Katze einen Teil ihres Folsäurebedarfs decken.

Zu beachten ist, dass - besonders scharfkantiges - Katzengras ein gewisses Gesundheitsrisiko für die Katze birgt: die Katze kann sich an den Halmen schneiden oder sie derart ungünstig verschlucken, dass sie im Rachenbereich hängenbleiben und Entzündungen oder Verletzungen verursachen. (Mehr zum Thema im Blogartikel "Rund ums Katzengras")

Maltpaste

Maltpaste soll den natürlichen Abgang von verschluckten Haaren positiv beeinflussen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese Pasten meist einen sehr hohen Zuckeranteil haben, was bei regelmäßiger Gabe größerer Mengen zu gesundheitlichen Problemen oder/und Übergewicht führen kann. Zudem bestehen die meisten solcher Pasten größtenteils aus pflanzlichen Abfallstoffen, die für die Katze als Fleischfresser ungeeignet sind. Es soll allerdings auch Maltpasten ohne Zucker geben, die im Fachhandel zu erwerben sind.

gesunde Alternative zu Maltpaste und Katzengras: Butter

Sowohl Katzengras als auch Maltpaste haben ihre Nachteile: Maltpaste ist aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ungesund, Katzengras kann gefährlich sein. Wer seiner Katze auf natürliche, gesündere Weise helfen möchte, verschluckte Haare besser abzutransportieren, kann ihr etwa einmal pro Woche einen kleinen Klecks Butter zum Abschlecken anbieten. Butter ist tierischen Ursprungs und aufgrund dessen für die Katze als Fleischfresse besser geeignet als pflanzliche Fette.

(Katzen-)Milch

Entgegen landläufiger Meinung ist Milch kein Getränk, sondern Nahrung - auch für Katzen. Der Milchzucker (Laktose) normaler Kuhmilch kann von erwachsenen Katzen nicht verarbeitet werden und führt so häufig zu Blähbäuchen, Bauchschmerzen und Durchfall.

Will man der Katze jedoch trotzdem ein Schälchen Milch gönnen, so sollte man auf spezielle laktosefreie Milch zurückgreifen oder Katzenmilch anbieten. Jedoch ist Katzenmilch oft sehr zucker- und kalorienhaltig, weswegen sie nicht allzu oft und nur als "Leckerchen zwischendurch" angeboten werden sollte.


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