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Bezugsquellen:

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.08.2014

Woher soll die Katze kommen?:

Vor diese Frage sehen sich über kurz oder lang die meisten Menschen, die sich eine Katze wünschen, gestellt. Es gibt viele Möglichkeiten, sich Katzen zu "beschaffen", aber mindestens genau so viele, um die "Katze im Sack" zu kaufen! Die verbreitetsten Bezugsquellen sind:

(seriöse) Züchter:

Züchter haben sich auf bestimmte Katzenrassen spezialisiert. Beim Kauf einer Rassekatze kann man sich also viele nützliche Infos und Hintergrundinformationen holen.

Beim seriösen Züchter hat man die Möglichkeit, sich die Kitten, ihre Eltern und die Umgebung, in der sie leben, anzuschauen. Die Kitten haben alle einen Stammbaum und sind grund-immunisiert und entwurmt. Ein guter Züchter wird Rede-und-Antwort stehen, Tipps geben und auch nach der Abgabe noch Interesse an seinem Kitten haben. Zudem wird er darauf achten, in welche Umgebung und zu welchem Menschen das Kätzchen kommt.

Es wird viel Wert auf Gesundheit und Gesundheitsvorsorge gelegt und auch darauf, ob Mensch und Tier charakterlich zueinander passen. Sollte man sich dazu entscheiden, eine Katze vom Züchter zu holen, so ist es ratsam, sich im Vorhinein über den Züchter selbst, sowie auch über den Verein, in dem er Mitglied ist, zu informieren. Ein Zuchtverein ist ein Zusammenschluss mehrerer Züchter, die nach bestimmten Vorgaben züchten, so ist meist ein gewisser Qualitätsstandart gewährleistet.

Tierheim/Tierschutzverein/Pflegestellen:

In diesen Institutionen sind sowohl junge als auch bereits ältere Katzen untergebracht. Es gibt zudem noch die privaten Pflegestellen. Dort werden Tiere in der Familiengemeinschaft so lange gepflegt, bis sie einen adäquaten Endplatz bekommen. Hierbei kann meist gut eingeschätzt werden, welchen Charakter und welche Macken oder Gewohnheiten ein Tier hat.

Im Tierheim ist dies nicht immer möglich, da aufgrund der hohen Auslastung meist die Zeit fehlt, sich jedem einzelnen Tier langfristig persönlich zu widmen. Grundlegende Fragen zum Charakter können jedoch meist souverän beantwortet werden. Bei beiden Vermittlungsstellen ist eine tierärztliche und weitestgehend artgerechte Versorgung gewährleistet.

sogenannte "Vermehrer" / unseriöse "Züchter":

Der Vermehrer tritt nach außen hin gern als "(Hobby-)Züchter" auf, hat mit diesem jedoch nicht viel gemeinsam, außer, dass er Katzen verkauft.

Die Katzen werden oft nicht genügend oder gar überhaupt nicht gesundheitlich versorgt. Es gibt keine Papiere wie Impfpass oder Stammbaum, obwohl meist darauf hingewiesen wird, dass das Tier reinrassig sei. Die Verpaarung der Elternteile unterliegt unregelmäßiger oder gar keinerlei Beobachtung oder tierärztlicher Betreuung. Das Wissen über Katzen, Katzenhaltung und Zucht/Aufzucht ist meist mehr als mangelhaft, weswegen es zu verschiedenen psychischen und physischen Störungen bei der Katze kommen kann.

Auch die Elterntiere werden meist nicht artgerecht versorgt und die Kitten letztlich viel zu früh abgegeben, da sie größtenteils als reine Geldquelle angesehen werden. Bevorzugt werden Kitten über Zeitungs- oder Internetinserate angepriesen. Um Vermehrer von seriösen Züchtern unterscheiden zu können, hilft meist ein genauer Blick in die Inserate bzw. gutes Zuhören beim Gespräch:

Werden angebliche Rassekitten zu "Schleuderpreisen" verkauft oder erwachsene, unkastrierte Katzen als (ehemalige) "Zuchttiere" weggegeben, so sollte man vorsichtig sein. Ein Vermehrer preist seine Katzen meist als Rassekatzen oder Rassemischlinge an, ohne die benötigten Stammbäume vorweisen zu können. Auch die Haltung und Versorgung der Tiere ist meist mehr schlecht als recht. Es wird zwar meist behauptet, man sei Züchter, kann jedoch keine Mitgliedschaft im Zuchtverein vorweisen. So eine Mitgliedschaft wird häufig als lästig betrachtet, da sie gewisse Einschränkungen und Spielregeln zur Zucht vorschreibt, welchen man sich vor allem aus finanziellen Gründen nicht beugen will.

Zoohandel

Auch in manchen Zoohandlungen kann man mittlerweile (wieder) Katzenkinder kaufen. Trotz Protest von Tierschützern und der Distanzierung des Zentralverbandes zoologischer Fachbetriebe e.V. ist diese Methode legal. Allerdings sollte Abstand genommen werden von dieser Bezugsquelle, da psychische und physische Gesundheit der Kitten nicht in ausreichendem Maße gesichert sind. Die Tiere werden von Züchtern und privaten Vermehrern ohne Papiere gekauft und gewinnbringend an den Endverbraucher gebracht.

Dass die Haltung und Versorung während der Unterbringung im Handel dementsprechend kostengünstig, also auch nicht unbedingt artgerecht gestaltet wird, versteht sich vor dem Hintergrund der Gewinnkalkulation von selbst. Die Gründe, warum von einem Kauf im Handel hier abgeraten wird, können (zusammen mit anderen Hintergrundinfos) im Bereich Tierschutz: "Heimtierverkauf in Zoohandlungen" nachgelesen werden.

(ausländische) Wochenmärkte und "aus-dem-Kofferraum-Verkauf"

Nicht nur von zuhause aus, sondern auch von Wochenmärkten und aus dem Kofferaum heraus verkaufen Vermehrer ihre Ware. Dass es sich dabei um lebendige Wesen mit individueller Persönlichkeit handelt, wird schnell vergessen. Der schnelle Kontakt und der unsagbar günstige Preis führt dazu, dass leichtgläubige Käufer auf diese Art Geschäftemacher hereinfallen.

Folge des Kaufs sind betrogene Kunden, schwerkranke Tiere und eine Menge Tierartzkosten und Sorgen. Die Tiere werden unter schlechten Bedingungen aufgezogen und genießen keinerlei tierärztliche Betreuung oder Kontakt zum Menschen. Der Umgang mit ihrer Ware "Tierkind" ist für solche Anbieter ein reines Geschäft, das mehr als anderswo vom Gewinnstreben geprägt ist. Die Tiere sind meist gar nicht sozialisiert, weder geimpft noch gechipt. Sie kommen dafür meist mit Parasiten übersät und in nicht seltenen Fällen mit einer tödlichen Infektionskrankheit im Gepäck ins neue Heim.

Durch die Zustände ihrer ersten Lebenswochen sind die Tiere zusätzlich im Großteil der Fälle psychisch vollkommen verkümmert und verstört. Auch über solche "Billigkitten" sind mehr Informationen im Bereich Tierschutz gesammelt.




Warum hier vom Katzenkauf bei unseriösen Bezugsquellen dringend abgeraten wird, wird im Erfahrungsbericht "das kurze Leben eines Vermehrerkaters" deutlich. Solche tragischen Geschichten lassen sich jedoch verhindern, indem viel Wert auf eine verantwortungsvolle und seriöse Bezugsquelle gelegt wird.


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