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Auswahl der "richtigen" Katze

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.08.2014

Sowohl bei der Erstanschaffung auch auch bei der Vergesellschaftung zu einer alteingesessenen Katze ist der Charakter des Neuankömmlings wichtig.

Empfehlenswert ist es, Katzen des gleichen Alters, Geschlechts und Charakters zu vergesellschaften. So wird beispielsweise eine ruhige, 10 jährige Katzendame nicht mit einem rüpelhaften 15 Wochen alten Kater klarkommen. Und das auf Lebenszeit. Da sind Mobbing, Unausgeglichenheit und Zerstörungswut meist vorprogrammiert. Bei einer Zusammenführung sollten menschliche Empfindungen zweitrangig sein, es sollte nur das Wohl der Katzen im Vordergrund stehen.

Worauf beim Katzenkauf achten?

Unabhängig vom persönlichen Geschmack, was Rasse, Farbe und Charakter angeht, gilt es noch einige wichtige Dinge zu beachten.

Kitten sollten nicht vor der 12. Lebenswoche (besser noch 14.-16. Lebenswoche) von der Mutter und ihrem Geschwistern getrennt werden, um eine gute Sozialisierung zu gewährleisten. Eine zu früh getrennte Katze kann Neurosen und Angewohnheiten entwickeln, die gar nicht oder nur sehr schwer zu beheben sind. Zudem ist eine Vergesellschaftung mit einer solchen Katze meist mühseliger, da die Möglichkeit besteht, dass sie typischen Katzenverhalten nicht von ihrer Mutter beigebracht bekommen hat.

Katzenkitten mit Mutterkatze

zufriedene Katzenfamilie im Hause Alcinas-Siamesen-OKH

Besonders wichtig ist natürlich der Gesundheitszustand der Katze. Klare, saubere Augen und Ohren sind ebenso wie seidiges Fell und eine saubere Po-gegend Indizien für einen guten Gesundheitszustand. Der Bauch der Katze sollte nicht dick (kann bei Kitten nach dem Fressen jedoch vorkommen) und hart sein. Zudem ist der Zustand der Zähne auch ein Indikator für ein gesundes Tier.
Flöhe und andere Parasiten (z.B. Ohrmilben) lassen sich weniger einfach entdecken, können aber durch häufiges Kratzen oder Kopfschütteln vermutet werden.

Auch die Umgebung der Katze, sowie die Wurfgeschwister und Eltern sollte man genauestens unter die Lupe nehmen. Alle Katzen sollten gesund, munter und aufgeweckt sein. Die Umgebung sollte sauber sein, aber "bewohnt" aussehen. Besucht man einen Züchter oder eine Pflegestelle so sollte einem klar sein, dass ein wenig Unordnung und herumliegendes Spielzeug eher auf gute Katzenhaltung hinweist als eine penibel aufgeräumte Umgebung. Extrem sterile Räume deuten eher daraufhin, dass etwas verborgen oder anders dargestellt werden soll, als es tatsächlich ist.

Werden Aussagen über Gesundheitszeugnisse und Gesundheitstests gemacht, sollte man sich diese auch ansehen, entsprechend auch dann, wenn es die Elterntiere betrifft. Kein gutes Zeichen ist es, wenn Tiere von den anderen separiert werden, dies wird beispielsweise manchmal mit Deckkatern gemacht. Diese werden aufgrund des Markierens und der damit verbundenen Geruchsbelästigung nicht selten zu "Einzelhaft" verdonnert. Ein guter Züchter wird damit anders umgehen und Wert darauf legen, dass alle Tiere Familienanschluss haben.

Wird die Katze als reinrassig angepriesen, so gehört auch immer der Stammbaum zur Katze! Besonders unseriöse "Züchter" behaupten gerne, dass sogenannte "Liebhabertiere" ohne diesen abgegeben werden, da eine Beantragung der Tiere den Preis in die Höhe schnellen lassen würde. Tatsächlich aber kostet die Ausstellung eines Stammbaums beim Züchterverein nur etwa 25-50€. Auch der Impfpass sollte mitsamt der Katze zum neuen Besitzer übergehen. Kann der "Züchter" diesen nicht vorweisen oder stimmen die Angaben darin nicht, sollte man misstrauisch werden!

Eine gute Idee?: Vergesellschaftung von Kitten zu älteren Katzen

Da besonders kleine Katzen noch sehr niedlich anzuschauen sind, wird leider oft der Fehler gemacht, zu eingesessenen, älteren Katzen ein junges Katzenkind zu holen. Dies ist aus verschiedenen Gründen meist alles andere als optimal oder artgerecht.

Kitten liegt auf der Seite

© Alexandra H. / www.pixelio.de

Zum Einen ist das Spielverhalten, der Spieldrang und der Energieüberschuss bei Kitten meist völlig anders als bei älteren Katzen. Zum Anderen ist es für ein kleines Katzenkind kaum möglich, sich gegen Attacken größerer und schwererer Artgenossen zu wehren. Denn auch dies wissen manche Katzenhalter nicht oder vergessen es nur zu gern: Es gibt unter Katzen keinen Welpenschutz! (siehe Kategorie Mythen). Auch Kitten werden ernsthaft attackiert und bekämpft! Aufgrund ihrer körperlichen Statur können Kitten sich jedoch nicht adäquat wehren.

Je jünger eine Katze ist, umso enger sollte der Altersunterschied zur neuen Katze gewählt werden, um beiden Parteien die Zusammenführung und das dauerhafte Zusammenleben zu vereinfachen. Ist der Neuzugang schon etwas älter und damit körperlich ausgewachsen und ruhiger, ist auch ein Altersunterschied von mehreren Jahren meist ein kleineres Problem. Wichtig bei einer solchen Konstellation ist es aber weiterhin, die neue Katze nach ihrem Charakter und weniger nach optischen Gesichtspunkten zu wählen.

Den Wunsch nach einem jungen Kitten muss man dennoch nicht vollständig begraben, sofern man sich einfach direkt für zwei junge Katzen entscheidet. Diese können sich miteinander beschäftigen, altersgerecht spielen und raufen und "belästigen" so ältere Tiere nicht mehr ganz so stark. Wünscht die ältere Katze Anschluss, so kann sie sich nach Belieben den Kleinen widmen oder zurückziehen, wenn ihr das Verhalten zu aufdringlich oder wild wird. Wird die ältere Katze weniger bedrängt und die Kleinen beschäftigen sich vorwiegend miteinander, ist auch das Risiko von ernsthaften Attacken gemindert.

Wird einer älteren Katze allerdings ein einzelnes Kitten vorgesetzt, kann dies viele verschiedene Probleme, sowohl für das Kitten als auch für die ältere Katze nach sich ziehen. Das Kitten kann nicht altersgerecht spielen und wird meist von der alten Katze auf Abstand gehalten. Dies geschieht entweder dadurch, dass sich die eingesessene Katze immer und immer mehr zurückzieht, oder indem sie das Kittem mit Gewalt von sich fern hält.

Auf Dauer wird das Kitten unterfordert und die ältere Katze überfordert und genervt sein. Dies kann weitere Verhaltensauffälligkeiten auf beiden Seiten nach sich ziehen, z.B. Unsauberkeit, allgemeine Aggression oder totaler Rückzug. Das Kitten lernt in seinen ersten Lebensmonaten im neuen Heim, dass das Spielen mit Artgenossen zu ernsthaften, schmerzhaften Kämpfen führen kann und wird schlimmstenfalls zum Sozialkrüppel für sein ganzes Leben.

Was passieren kann, wenn man Katzen zu früh von der Mutter trennt, ist im Erfahrungsbericht "8 Wochen altes Kitten abzugeben" nachzulesen, der Bericht "das kurze Leben eines Vermehrerkaters" zeigt auf, warum eine gute Auswahl das Leben der Katze beeinflusst.


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