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Haut- und Fellprobleme

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.08.2014

Nicht jede Katze hat seidiges, dichtes Fell. Haut- und Fellprobleme treten nicht selten dann auf, wenn die Katze krank ist, weniger hochwertig ernährt wird oder von Pilzen oder Parasiten befallen ist. Als Nebenwirkung von Medikamentengaben oder Anti-Parasitenmitteln kann ebenfalls Haarausfall auftreten. Auch verschiedene Allergien können dazu führen, dass das Fellkleid der Katze ausgeht oder unschön aussieht.

Die Haut als größtes Organ des Körpers ist ein guter Indikator für die Gesundheit der Katze. Fallen Haut- oder Fellveränderungen auf, so sollte man dies als Zeichen nehmen, dass mit der Katze etwas nicht stimmt. Krankheiten oder Probleme, die im "Inneren" der Katze beginnen, schlagen sich fast immer auf ihr äußeres Erscheinungsbild nieder. Ausprägung und Symptome der Hautveränderungen sind je nach Krankheit und ihrer Schwere individuell.

stumpfes Fell und Schuppen bei Katzen

Auch Katzen können Schuppen haben. Auf dunklen oder schwarzen Katzen fallen die weißen Hautschüppchen besonders auf. Schuppen sind abgestorbene, lose Hautzellen, die sich auf dem Fell ablagern können. Trockene Heizungsluft, schlechte Ernährung, Krankheit oder einfach nur trockene Haut können dazu führen, dass sich die Katze "schuppt" oder stumpfes Fell bekommt.

Um dem entgegen zu wirken ist eine Umstellung auf hochwertige Nahrung angeraten. Nahrungszusätze wie Bierhefe (Vorsicht bei nierenkranken Katzen!), Lachsöl, Taurin und Eigelb können helfen, das Fellkleid der Katze zu verbessern. Regelmäßiges Bürsten ist ebenfalls gut geeignet, um das Haarfett auf der Katze zu verteilen und einen gleichmäßigen Glanz zu erhalten. Die Wahl einer weichen Bürste ist hier von Vorteil. Blut- Urin und Kotuntersuchungen dienen dazu, Krankheiten als Auslöser für schlechtes Fell auszuschließen.

Auch eine Allergie (beispielsweise auf bestimmte Futterbestandteile) kann Fellprobleme auslösen, ebenso wie Parasitenbefall. Um diese beiden Punkte auszuschließen kann eine Beratung beim Tierarzt helfen. Auch viele übergewichtige und alte Katzen leiden oft unter Schuppen. Ihre Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, die Körperpflege wird oft vernachlässigt bzw. ist nicht mehr in vollem Umfang möglich. Auch dann sind Schuppen und schlechtes Fell eine Folge.

Pilzinfektion

Pilzsporen sind - nicht mit bloßem Auge sichtbar - überall verbreitet. Auch auf dem Menschen und der Katze leben sie. So lange die Tiere jedoch gesund sind und ein starkes Immunsystem haben, zeigen sie keine Symptome. Bei kranken, trächtigen, alten oder sehr jungen Katzen können sie sich jedoch ungehindert ausbreiten und verschiedendste Symptome hervorrufen. Auch oberflächliche Hautverletzungen oder eine Kortisontherapie machen es den Pilzsporen leicht, die Katze zu infizieren.

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Nicht immer jedoch ist eine Pilzinfektion deutlich sichtbar. Erst unter dem Mikroskop, bei Betrachtung unter UV-Licht oder nach Anlegen einer Pilzkultur durch ein spezielles Labor kann man die "Übeltäter" erkennen. Der häufigste, bei Katzen vorkommende Hautpilz ist der Microsporum Canis (in 98% der Fälle).

Eine Übertragung der Pilzsporen findet vor allem im Kontakt mit betroffenen Katzen statt, kann aber auch durch Textilien und Kleidungsstücke erfolgen. Pilzinfektionen sind auf den Menschen übertragbar und können unbehandelt im schlimmsten Fall zu Organschäden führen. Häufigstes Symptom bei Menschen sind gerötete Hautstellen und leider auch Haarausfall. Da Pilzsporen extrem hartnäckig und auch über Jahre hinweg ohne Wirt lebensfähig sind, dauert die Selbstheilung ohne tierärztliche Behandlung bei der Katze extrem lange. Bei Kurzhaarkatzen wird diese Zeit auf etwa 4 Monate, bei Langhaarkatzen sogar auf 18 Monate geschätzt!

Symptome einer Pilzinfektion

Eine solche Pilzinfektion führt zu Haarausfall, Bildung von verschorften, geröteten Stellen, Juckreiz und Schuppenbildung. Auch Haarbruch, Ohren- und Krallen(bett)entzündungen sind mögliche Folgen einer Pilzinfektion. Im Zeitraum von 4 Tagen bis zu 4 Wochen nach Ansteckung durch den Pilz treten runde Hautveränderungen bei der Katze auf. In der Regel sind einzelne Hautpartien (häufig Kopf, Hals und Pfoten) betroffen. In einzelnen Fällen kann sich die Infektion jedoch auf den ganzen Körper ausbreiten.

Durch die Infektion mit dem Pilz ist die Haut dermaßen angegriffen, dass auch Bakterien "leichtes Spiel haben", um sich in den betroffenen Hautstellen anzusiedeln. Dies kann weitere Infektionen und Krankheiten zur Folge haben.

Behandlung der Pilzinfektion

Da Pilzsporen extrem lebensfähig sind, ist die Behandlung einer Pilzinfektion zeitaufwändig und arbeitsintensiv. Sie kann Wochen, Monate, in schlimmen Fällen sogar Jahre in Anspruch nehmen! Wichtig ist hierbei, dass alle im Haushalt lebenden Tiere (auch Hunde, Vögel und Nager) und besonders die Umgebung mitbehandelt werden müssen. Da sich die Pilzsporen über die Luft verbreiten, sind sie überall vorzufinden: auf Textilien, Teppichen, Schlafplätzen und anderen Oberflächen. Um einen "Ping-Pong-Effekt" zu vermeiden ist es daher unbedingt angebracht, Hygienemaßnahmen, Medikamentengabe und Medizinbäder parallel im vollen empfohlenen Umfang (Art, Dauer und Dosierung) durchzuführen.

Um die Tiere zu behandeln, werden Salben und Shampoos zur äußeren Anwendung und Tabletten zur inneren Anwendung verschrieben. In einzelnen Fällen ist es ratsam, Langhaarkatzen zu scheren, um eine bessere Wirksamkeit der pilzabtötenden Shampoos zu erreichen.

Alle Textilien sollten ausgekocht oder (falls nicht waschbar) mit verdünntem pilzabtötendem Mittel besprüht oder gar ganz entsorgt werden. Verdünnte Essigsäure oder Chlorbleiche hilft, abwaschbare Flächen zu desinfizieren. Alle anderen Oberflächen (Sofas, empfindliche Möbelstücke) können mit einem speziellen fungiziden Mittel behandelt werden. Diese Maßnahmen sollten regelmäßig etwa alle 7-10 Tage während der gesamten Behandlungsdauer wiederholt werden.

Auch das Aufstellen eines Ozongerätes zur Behandlung der Umgebung soll sich als wirksam erwiesen haben, um eine Pilzinfektion zu bekämpfen. Erst, wenn in 2 erfolgten Labortests innerhalb von 14 Tagen keine Pilzinfektion mehr nachgewiesen werden kann, gilt der Befall als "überstanden".

Sowohl vorbeugend als auch im Akutfall sind Impfungen gegen Pilzinfektionen wirksam. Es sollten 2 Dosen innerhalb von 14 Tagen gespritzt werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und eine Resistenz gegen zukünftige Pilzerkrankungen zu gewährleisten. Eine solche Impfung ist zwar kostenintensiv, jedoch im Vergleich zu den Kosten und der Arbeit, die mit einer ernsthaften Pilzinfektion aufkommen ein "Klacks".

Milbenbefall

Milbenbefall kann Haarausfall, Juckreiz und gerötete Haut zur Folge haben. Diese spinnenartigen Parasiten befallen die Haut der Katze und setzen sich in leicht zu erreichende Körperöffnungen wie Ohr oder Nase. Sie saugen das Blut der Katze, um sich zu ernähren und sondern im Speichel einen Stoff ab, der bei der Katze Juckreiz und allergische Reaktionen hervorrufen kann. Spezielle Shampoos, Sprays und Medikamente helfen den Befall zu bekämpfen.


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