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Gesundheit & Krankheit

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 29.11.2014

Jedes Lebewesen kann im Laufe seines Lebens krank werden. Von einer einfachen Erkältung oder einer Magenverstimmung, über ernstere Infektionskrankheiten, bishin zu Altersgebrechen, Gendefekten und chronischen Krankheiten können Katzen an vielerlei krankhaften Veränderungen leiden. Wichtig ist es, seine Tiere regelmäßig zu beobachten und bei begründetem Verdacht einen Tierarzt aufzusuchen. Um jedoch eine Diagnose stellen zu können, bedarf es unterschiedlichster Informationen, die dem Tierarzt mitgeteilt werden sollten.

"Eckdaten" einer Katze

  • Normaltemperatur: 38,5 bis 39,5 Grad
  • Pulsfrequenz: 100-160 Schläge pro Minute (Kitten etwas höher)
  • Atemfrequenz: 20- 40 Mal pro Minute (Kitten etwa 30-50 Mal pro Minute)
  • mögliche Blutgruppen: A, B und AB

mögliche Krankheitsanzeichen:

  • struppiges, verklebtes Fell
  • Nickhautvorfall - trübe, verschmierte Augen
  • aufgeblähter, fester Bauch - häufiges Erbrechen - langanhaltender Durchfall, Unsauberkeit
  • Gewichtsverlust, Fressunlust, Sabbern, Mundgeruch
  • vermehrtes Trinken und Wasserlassen
  • Schmerzäusserungen beim Wasserlassen oder Kotabsetzen
  • Rückzug, Apathie, vermehrtes Schlafbedürfnis
  • Aggression, Krampfanfälle, Zuckungen

wie erhalte ich meine Katze gesund?

Ob eine Katze schnell kränkelt oder ob sie gesundheitlich robust ist, wird nicht nur durch ihre körperlichen Anlagen beeinflusst, sondern auch durch die Umgebung, in der sie lebt. So kann artgerechte, hochwertige und ausgewogene Ernährung viel dazu beitragen, dass die Katze gesund bleibt und auch so aussieht. Regelmäßige geistige, sowie körperliche Beschäftigung zählen ebenso zu den Faktoren wie rechtzeitige Kastration und Impfung.

Grundvorraussetzung für möglichst lange Gesundheit ist es, notwendige tierärztliche Untersuchungen und Behandlungen frühzeitig und umfassend durchführen zu lassen. Nicht selten enden "verschleppte" Krankheiten chronisch. Nicht zuletzt hat selbstverständlich auch der menschliche Zuspruch durch Kuschelmomente, gemeinsame Spielstunden, Streicheleinheiten und liebe Worte Einfluß darauf, wie (seelisch) gesund die Katze ist.

Zahnpflege bei Katzen

Manche Katzen neigen aufgrund vererbter Anfälligkeit, falscher Ernährung oder Zahnfehlstellungen vermehrt an Zahnstein und Zahnbelag. Um eine weitreichendere operative Entfernung möglichst vermeiden zu können, kann zuhause eine regelmäßige Zahnpflege durchgeführt werden. Dies lässt sich ganz einfach (und quasi wie "von selbst") erreichen, indem in regelmäßigen Abständen rohes, sehniges Rohfleisch verfüttert wird. Es trägt zur Zahngesundheit, dem Abrieb von Zahnbelag und der Stärkung der Kiefermuskulatur bei. Trockenfutter trägt zu einer solchen Reinigung nicht bei, auch, wenn dies oft behauptet wird.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, der Katze regelmäßig die Zähne zu putzen. Im Handel sind spezielle Zahnbürsten und Zahncremes (beispielsweise mit Hühnchen- oder Rindgeschmack) erhältlich. Dazu ist jedoch eine zeitintensive und geduldige Gewöhnung notwendig.

Baden/Fellpflege

Katze putzt sich

© Sonja Zach / www.pixelio.de

Fellpflege in Form von Bürsten und Kämmen sollte in regelmäßigen Abständen besonders bei Langhaarkatzen in die tägliche Routine eingebaut werden. So verhindert man Schmutzablagerungen und Verfilzungen. Die meisten Katzen müssen nicht gebadet werden, da sie ihre Fellpflege durch Putzen alleine bewerkstelligen. Manche Langhaarkatzen sind jedoch aufgrund ihres angezüchteten, extrem dichten Fellkleides mit der Fellpflege überfordert, was es nötig machen kann, sie dabei durch ein Bad unterstützen zu müssen. Nacktkatzen sollten regelmäßig gebadet werden, um ihre Haut gesund und geschmeidig zu erhalten.

Hierbei sollte lediglich ein mildes Babyshampoo oder ein spezielles Katzenshampoo verwendet werden. Angewärmte Handtücher, lauwarmes Wasser und ein gut temperierter Raum sind darüber hinaus alles, was man noch benötigt. Man sollte beim Baden von Katzen darauf achten, dass das Gesicht und die Ohren weitestgehend trocken bleiben. Manche Katzenhalter fönen ihre Katzen nach einem Bad trocken, wobei man den Haartrockner natürlich nicht zu heiß einstellen darf und der Katze nicht ins Gesicht oder die Ohren pusten sollte.

Medical Training

Das sogenannte "Medical Training" ist ein Teilbereich des Clickerns. Hierbei wird die Katze mit positiver Verstärkung darauf konditioniert, Untersuchungen über sich ergehen zu lassen und auf Kommando bestimmte Handlungen zu vollziehen. Handlungen, die geübt werden können sind beispielsweise das in-die-Transportkiste-steigen, Pfötchen-zum-Blutabnehmen-hinhalten und still stehen oder liegen.

Dadurch, dass schon im Vorhinein im sicheren Umfeld trainiert wird und die Katze daran gewöhnt ist und Positives damit verbindet, ist der nächste Besuch beim Tierarzt für den Mensch, aber vor allem für die Katze stressfreier und einfacher durchführbar. Aber auch im täglichen Zusammenleben kann sich das medizinische Training durchaus als hilfreich erweisen, wenn man beispielsweise regelmäßig Medikamente oder gar Spritzen verabreichen muss.

Augen- und Ohrenreinigung

Manchmal braucht die Katze Unterstützung bei der täglichen Körperpflege, sei es, weil sie krank ist oder stark tränende Augen hat, was besonders bei manchen Perserkatzen der Fall ist. Um Augen und Ohren zu reinigen, empfehlen sich Waschlappen oder nicht fusselnde Tücher, welche mit warmen Wasser leicht angefeuchtet werden.

Verkrustungen oder Verunreinigungen am Auge werden durch leichtes Wischen entfernt. Keinesfalls sollte zu großer Druck aufgebaut oder gerubbelt werden, da dies die Augen reizen und zu Entzündungen oder Hornhautablösungen führen könnte! Spezielle Tränensteinentferner lösen auch hartnäckige Verfärbungen und Verkrustungen am Auge. Sie sind als flüssige Lösung im Tierfachmarkt erhältlich.

Um die Ohren von Schmutz und Schmalz zu befreien sollte man ebenfalls nur mit einem leicht feuchten Lappen die Ohrmuscheln der Katze ausstreichen. Das Verwenden von Wattestäbchen ist nicht empfehlenswert, da sie den Dreck weiter in den Gehörgang transportieren oder Verletzungen verursachen können. Festsitzenden Schmutz, den man auf diese Weise nicht entfernen kann, sollte man durch eine fachgerechte Ohrspülung beim Tierarzt beseitigen lassen.

Filzknoten entfernen und scheren

Besonders langhaarige oder kranke Katzen können manchmal mit der Fellpflege überfordert sein. Dies kann schnell zu Filzknoten oder regelrechten Filzplatten führen. Lässt man solche Fellstellen zu lange unbehandelt, können Hautprobleme, Exzeme und wunde Hautstellen entstehen. Im schlimmsten Fall lässt sich die Katze überhaupt nicht mehr bürsten und verfilzt vollkommen. Filzknoten und -platten können der Katze bei jeder Bewegung Schmerzen bereiten und sogar dazu führen, dass die strapazierte Haut an empfindlichen Stellen wie den Achseln einreisst.

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Um einer solchen Situation vorzubeugen ist das regelmäßige Bürsten bei langhaarigen Katzen Pflicht. Je nach Felllänge und -struktur verfilzen/verknoten die Haare unterschiedlich schnell. Sollten dennoch einmal Knoten entstehen, so können diese im Entstehungsstadium relativ leicht ausgebürstet werden. Sind die Knoten größer, kann man spezielle Entfilzungskämme zur Beseitigung nutzen.

Vom Herausschneiden mit der Schere oder dem Hantieren mit spitzen Gegenständen wird abgeraten, da eine zu hohe Verletzungsgefahr besteht. Lassen sich Knoten und Filzplatten gar nicht mehr entfernen, kann eine Schur beim Tierarzt Abhilfe schaffen.

Nicht alle Katzen müssen zum Scheren narkotisiert werden, oft hilft eine einfache Beruhigungsspritze. Manche Katzen lassen sich jedoch ganz ohne Vorbehandlung scheren. Man sollte hier je nach Charakter und Stressanfälligkeit der Katze entscheiden und bedenken, dass jede Narkose auch immer ein gewisses Risiko mit sich bringt. Ist die Narkose also zu vermeiden, sollte man diese auch nicht verabreichen lassen.

Manche Katzen sind nach der Schur lebenslustiger und freuen sich über die "Erleichterung", Andere widerrum werden scheinbar depressiv und unglücklich. Ob und wie oft eine Schur bei der Katze sein muss, hängt vor allem damit zusammen, ob die Katze sich bürsten lässt und wie sie auf das Bürsten an empfindlichen Stellen wie Bauch, Beine oder Achseln reagiert. Manchmal muss die Katze aufgrund der Verteilung der Filzknoten nicht einmal ganz geschoren werden. Manche Katzen reagieren unwillig auf das Bürsten, manche haben nur Probleme mit dem Bürsten an bestimmten Stellen, oft reicht es aus, nur die verfilzten Stellen wegzuscheren und alles übrige Fell stehen zu lassen.

Krallen schneiden

Normalerweise kümmern sich Katzen ganz selbstständig um die Krallenpflege. Im Falle von kranken, übergewichtigen oder kratzfaulen Katzen kann das Krallenschneiden jedoch nötig sein. Bleibt die Katze häufig in Textilien und Teppichen hängen oder erzeugt das Laufen auf festen Boden "Klackergeräusche" kann das Kürzen der Krallen angezeigt sein. Hierzu eignet sich ein handelsüblicher Zehennagel-Knipser oder eine spezielle Krallenschere.

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ausgefahrene Katzenkrallen

bei Druck auf den Ballen fahren die Krallen der Vorderpfoten heraus

Das Krallenschneiden bei Katzen ist manchmal nicht so einfach: Manche Katze braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit oder ein Ritual, damit sie sich an die ungewohnte Behandlung gewöhnt. Keinesfalls sollte Druck auf die Katze ausgeübt werden, besser ist es, sie in kleinen Schritten daran zu gewöhnen. "Bestechung" mit Leckerchen kann hilfreich sein.

Um die Krallen einer Katze zu schneiden muss man zunächst die Krallen der Vorderpfoten durch Druck auf den Ballen ausfahren. Die Schnittlinie sollte außerhalb des durchbluteten Bereichs verlaufen, um Verletzungen, Entzündungen und Blutungen zu vermeiden.

Bei recht dünnen, hellen Krallen ist der durchblutete Bereich gut vom Krallenhorn zu unterscheiden. Bei dunkleren, dickeren Krallen wird nach Gefühl geschnitten, dabei gilt: "lieber zu wenig als zuviel!".

wie man Katzenkrallen schneidet

die Schnittlinie sollte beim Krallenschneiden nicht innerhalb des durchbluteten Gewebes verlaufen

Etwa 1 bis 2mm Kralle kann problemlos abgeschnitten werden, ohne den durchbluteten Bereich zu verletzen.

Sollte trotz aller Vorsicht dennoch einmal Blut fließen, weil die Schnittlinie zu weit im durchbluteten Bereich lag, sollte die verletzte Kralle mit speziellem, blutstillendem Mittel (Puder, Gel) behandelt werden. Meist wirken diese Mittel auch desinfizierend. Sollte gerade kein solches Mittel zur Hand sein, werden oftmals auch einfaches Mehl oder Maisstärke empfohlen.

Das Krallenschneiden muss nicht regelmäßig, sondern sollte nach Bedarf erfolgen. Da die Krallen je nach Beanspruchung und Pflege durch die Katze unregelmäßig wachsen, kann man keinen pauschalen Zeitintervall nennen.

Um Tipps und Anweisungen zu erhalten, ist es ratsam, sich das Krallenschneiden zuerst einmal vom Tierarzt zeigen zu lassen.




Gesundheitschecks zuhause

Sofern dies von der Katze toleriert wird, sollte man auch zuhause regelmäßige kleine Gesundheitschecks vornehmen. Dabei sollten Ohren, Nase, Augen, Zähne und die Pogegend besondere Beachtung erhalten. Auch das regelmäßige Abtasten des Bauches kann Sinn machen.

Augen, Ohren und Nase der Katze untersuchen

Gesicht einer Katze

© Jürgen Acker / www.pixelio.de

Die Augen sollten klar und nicht verschmiert sein. Trübe Schleier oder Verletzungen sind ein Grund, mit dem Tier zum Arzt zu gehen. Nickhautvorfall kann ein Anzeichen von Augenproblemen oder Parasitenbefall sein, deshalb sollte man auch dies von einem Arzt abklären lassen. Auch das regelmäßige Überprüfen des Sehvermögens gehört mit zur Routine.

Beim Blick in die Ohrmuschel sollten sich keine Krusten oder starken Verschmutzungen erkennen lassen. Braune, fast schwarze Ablagerungen im Ohr werden meist durch Ohrmilbenkot ausgelöst. Sollte die Katze regelmäßig ihren Kopf schütteln und die Ohren kratzen, ist eine Kontrolle angezeigt. Kleinere, geringflächige Verschmutzungen können von Ohrenschmalz herrühren und sollten natürlich beseitigt werden.

Die Nase der Katze sollte warm und weitestgehend trocken sein. Schleimabsonderungen oder gar Ausfluss ist ein Grund, das Tier einem Tierarzt vorzustellen. Kleine Kratzer auf der Nase können beim Raufen und Spielen entstehen und sind so lange kein Grund zur Besorgnis, wie sie sich nicht entzünden oder gar zu tief sind. Die Nasenlöcher sollten frei und sauber sein.

Das Gebiß der Katze untersuchen

Katze zeigt ihre Zähne

© Adolf Riess / www.pixelio.de

Das Gebiss einer Katze sollte regelmäßig kontrolliert werden, denn auch Katzen können Karies, Zahnstein oder andere Zahn- und Zahnfleischerkrankungen bekommen. Sind die Zähne der Katze vollständig, weiß, das Zahnfleisch schön rosa und nicht druckempfindlich und der Mundgeruch nicht übermäßig ausgeprägt, ist alles in Ordnung.

Katzen mit braunen, von Ablagerungen übersäten Zähnen oder starkem Mundgeruch sollten bei einem Tierarzt vorstellig werden. Dies gilt natürlich auch, wenn Zähne ausfallen, abfaulen oder eine Farbveränderung oder Druckempfindlichkeit beim Zahnfleisch festzustellen ist.

Bauch und Po der Katze kontrollieren

Die Pogegend der Katze sollte sauber, nicht verschmiert oder extrem übelriechend sein. Beim Abtasten des Bauches sollte man darauf achten, dass er weich und beweglich ist. Feste Partien im Magen- Darmbereich sind nach dem Fressen normal, sollten jedoch nicht lange anhalten. Es sollten sich keine Knoten oder regelrecht harte Stellen ertasten lassen.

Das Gewicht "im Auge behalten"

Katze räckelt sich genüsslich

© Kurt Michel / www.pixelio.de

Es ist ratsam, auch das Gewicht der Katze im Auge zu behalten und regelmäßig zu kontrollieren. Kurze Notizen mit Datums- und Gewichtsangaben vereinfachen den Vergleich und die längerfristige Überwachung des Gewichtsverlaufes.

Aber auch ohne die Zuhilfenahme einer Waage kann man recht gut abschätzen, ob die eigene Katze unter-, über- oder normalgewichtig ist. Im Bereich "Gewichtsprobleme" findet sich ein nützliches Vergleichsschema hierzu, ebenso wie Tipps zum Ab- und Zunehmen.

Um die Entwicklung des Körpergewichts genau kontrollieren zu können, empfiehlt es sich, ein Gewichtsprotokoll anzulegen. Eine passende Vorlage kann hier heruntergeladen werden.

Der hier beschriebene Gesundheitscheck kann in ein Ritual, beispielsweise beim abendlichen, ruhigen Kuscheln eingebaut werden. Auch Katzen, die sich anfangs nur ungern derart anfassen lassen, können meist durch gutes Zureden, Streicheln oder Leckerchen nach der Prozedur davon überzeugen lassen. Wichtig dabei ist eine gewisse Ruhe und Regelmäßigkeit, sowie eine Belohnung damit die Katze lernt, die nötigen Handgriffe mit etwas Positivem zu verbinden.


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aus unserem Blog:

folgt...

Buchtipps:
  • "Handbuch Katzenkrankheiten – vorbeugen – erkennen – behandeln", Sabine Schroll, ISBN: 978-3861271321