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depressive Katzen

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.08.2014

Schwarz/weiss-Bild einer Katze

© Radka Schöne / www.pixelio.de

Durch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit, Krankheiten, Veränderung der Lebensumstände oder nicht artgerechte Haltung können Katzen Depressionen entwickeln. Depressiven Katzen sieht man auf den ersten Blick nicht an, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Da sich manche Katzenhalter vor allem eine pflegeleichte, ruhige und unkomplizierte Katze wünschen, fällt zunächst nicht auf, dass das Verhalten der Katze nicht normal ist.

Tatsächlich aber verhält sich eine von Depressionen betroffene Katze zu ruhig. Sie ist lustlos, desinteressiert an ihrer Umgebung, spielt wenig, frisst wenig und/oder schläft sehr viel. Man kann eine depressive Katze nur schwer zum Spielen animieren, es scheint, als hätte sie sich sozusagen "selbst aufgegeben". Auch die Körperpflege wird nicht selten vernachlässigt.

Katzen, die "handfestere Probleme" wie Unsauberkeit oder Aggressionen entwickeln, merkt man deutlich ihren Unmut und ihre Frustration an, depressive Katzen leiden still in sich hinein. Und das teilweise über Jahre hinweg, ohne, dass dem Halter dies bewusst wird. Wenn Katzen ruhig und "faul" werden schiebt so mancher Halter dies auf das Alter, die Kastration oder den Charakter der Katze, ohne zu bemerken, dass die Katze eigentlich Hilfe braucht.

Welche Ursachen gibt es für Depressionen bei Katzen?

Es gibt vielerlei Gründe, warum Katzen Depressionen entwickeln. Manche kranke Katze fühlt sich mit ihren Einschränkungen oder den mit der Krankheit verbundenen Schmerzen so unwohl, dass sie Depressionen entwickeln kann. Katzen, die wichtige Bezugspersonen oder geliebte tierische Partner verlieren, sind ebenfalls stark anfällig. Auch Zuwachs innerhalb der Familie kann ein Grund für Depressionen sein, ebenso ein Lebenswandel ihres geliebten Menschen. Wird der Katze nicht mehr genug Aufmerksamkeit geschenkt, bekommt sie nicht mehr regelmäßig ihre wohlverdienten Streichel- und Spieleinheiten, führt dies bei sehr sensiblen Tieren zu einem psychischen "Knacks".

Wird eine sehr soziale Katze oder ein Kitten entgegen ihrer Natur einzeln gehalten, kann dies ebenso zu Depressionen führen. Sie fühlt sich allein, unterfordert und kann sich mit niemandem "katzentypisch unterhalten" und austoben. Hat die Katze eine schwere Verletzung oder einen schweren Unfall erlitten oder musste sie zeitweise in einem Tierheim oder einer Katzenpension leben, führt dies nicht selten ebenfalls zu Depressionen. Schlechte Erfahrungen wie körperliche oder seelische Misshandlung können ebenso ein Auslöser sein.

Woran merke ich, ob meine Katze betroffen ist?

Symptome einer Depression bei Katzen sind mit denen menschlicher Betroffener vergleichbar: die Patienten haben scheinbar Lebensmut und -freude verloren, ziehen sich in sich zurück und haben kaum noch Interesse an ihrer Umwelt. Depressive Katzen kann man schwer bis gar nicht zum Spielen animieren, sie fressen weniger und kümmern sich nicht mehr wie gewohnt um die Fellpflege. Sie verhalten sich still, zurückgezogen und schlafen sehr viel.

Nicht selten kommen zu den psychischen Symptomen auch unbestimmte physische Auswirkungen. Die Katze bekommt Fieber, erkältet sich auffällig oft, bricht und kann Verdauungsprobleme bekommen. Ist die Seele der Katze nicht "im Reinen" kann auch manchmal der Körper erkranken.

Wie kann ich meiner depressiven Katze helfen?

Vor einer Behandlung einer Depression sollten alle möglichen körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden. Erst dann wenn feststeht, dass sie physisch vollkommen gesund ist oder aber eine eventuelle Krankheit nicht der Auslöser für die Depression ist, kann man mit einer gezielten Therapie beginnen.

Je nach Auslöser der Krankheit können viele Behandlungswege in Betracht gezogen werden. Manchmal hilft es, sich mehr um die Katze zu kümmern, sie bewusst regelmäßig und oft zum Spielen zu animieren und ihr ihre Nahrung so schmackhaft wie möglich zu machen. Sie sollte merken, dass sie geschätzt wird, dass sie nicht allein ist, dass Spielen wieder Spaß machen und das Essen wieder schmecken kann.

Dies kann besonders dann helfen, wenn sie aufgrund von Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen oder einer Partnerkatze depressiv geworden ist. Verbringt die Katze zu viel Zeit allein, weil der Halter einen neuen, anstrengenden Job, einen neuen Partner oder Nachwuchs bekommen hat, sollte man besonders viel Wert auf eine gesunde und innige Beziehung zwischen Mensch und Tier legen.

Die Anschaffung einer Partnerkatze kann ebenfalls in Betracht gezogen werden, damit die Katze sich wieder aktiv am Leben erfreut. Sollten die Depressionen durch den Einzug einer unpassenden Partnerkatze aufgetreten sein, so sollte über eine Trennung und eine mögliche Abgabe der neuen Katze nachgedacht werden.

In besonders schweren Fällen kann die Heilung der Katze zusätzlich mit speziellen Antidepressiva unterstützt werden. In leichteren Fällen hilft unter Umständen auch eine natürliche Behandlungsmethode. Auf jeden Fall muss auf eine abwechslungsreiche, artgerechte, anregende und gewaltfreie Haltung geachtet werden.


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